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Apr. 03, 2018 Redaktion Allgemein, Tierschutz, Videos & Bilder 0
Fledermäuse bringen im Frühsommer ihre Jungen zur Welt. Hierzu bevorzugen sie Plätze, die möglichst windstill, warm und störungsfrei sind. In Deutschland leben 25 Arten von Fledermäusen. Arten wie das Große Mausohr hängen frei an den Dachbalken, andere nutzen engste Spalten zwischen den Dachpfannen oder hinter der Fassadenverkleidung als Quartier. Die sogenannt Hausfledermaus sucht sich ebenfalls für die Aufzucht ihrer Jungen die Dachböden, Scheunen der Menschen und weitere Unterschlupfmöglichkeiten auf.
Sobald die Dunkelheit eingebrochen ist, wundern sich viele Hauseigentümer vor den merkwürdigen Geräuschen in Form von Zirpen und Kratzen, die aus ihren Dachkammern, Scheunen usw. schallen. Manch einem jagt dies auch eine fürchterliche Angst ein. Die Sorge ist jedoch vollkommen unnötig, da keine Gefahr besteht und sich lediglich ein oder mehrere Fledermäuse einen Schlupfwinkel gesucht haben. Sobald nämlich die Aufzucht ihrer Jungen beginnt, versuchen sie mit schrillen Lauten die drängelnden Artgenossen zu verscheuchen. Da dieses „Geschimpfe“ nicht über die Ultraschallkommunikation erfolgt, ist dieses auch vom Menschen hörbar. Oft sind es die Wochenstuben der Fledermäuse, ein Zusammenschluss von Weibchen einer Art, die den Sommer getrennt von den Männchen leben und gemeinschaftlich ihre Jungen aufziehen. Die Anzahl der in den Wochenstuben lebenden Tiere variiert zwischen 5 und 30 Tieren. Da die Dachkammern einer Scheune deutlich mehr Platz aufweisen, können sich in diesen sogar mehrere Tausend Fledermäuse eingenistet haben.
Wer meint, das Fledermäuse in und an ihren Unterkünften Schäden verursachen bzw. vermachen, der irrt sich. Die einzigen Hinterlassenschaften die zurückbleiben, ist der durch Chitinreste glänzende Kot oder durch Überbleibsel von Beuteinsekten. Diese kann man problemlos auffegen und als guten Pflanzendünger nutzen.
Die Gebäudebesetzung durch Fledermäuse erfolgt saisonal. Wenn nicht schon vorher das Quartier gewechselt wurde, lösen sich mit Beginn der Balzzeit gegen Ende August die Wochenstuben auf. Bis dahin haben die Jungtiere auf dem Dachboden schon längst das Fliegen erlernt und jagen, da sie nicht gesäugt werden, bereits selbständig Insekten.
Da Fledermäuse unter Naturschutz stehen, ist das Fangen oder Töten dieser Tiere strengstens untersagt und kann in Deutschland je nach Bundesland eine Geldstrafe von 5.000,- € bis 65.000,-€ kosten.
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