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Juli 15, 2016 Manuela Vogt Nutztiere, Vögel 3
Werden mutterlose Wildentenbabys gefunden oder kann eine Entenmutter sich nicht um ihre Jungen kümmern, muss der Mensch helfen und die Entenbabys aufziehen.
Mutterlose Entenbabys brauchen einen warmen und trockenen Ort. Anfangs sind bei sehr kleinen Enten auch Kaninchenkäfige mit Plastikunterteil geeignet. Eine Wärmelampe bietet punktuelle Wärme und ersetzt so ein wenig die Mutterwärme. Wichtig ist aber, dass nicht das ganze Gehege bestrahlt wird und die Entenküken der Wärme ausweichen können, wenn ihnen zu warm wird.
Der Käfig lässt sich gut mit alten Bettbezügen auslegen, die nach Gebrauch leicht gewechselt und entsorgt werden können. Dazu bekommen die Entenbabys ein kuscheliges Nest, z.B. aus Heu.
Enten sind sehr soziale Vögel. Auch einzelne Jungtiere leiden unter Einsamkeit, wenn sich weder Mutter noch Geschwister haben. Aus diesem Grund sollte sich jeder Halter eines einzelnen Küken bemühen, noch ein weiteres aufzunehmen oder seine junge Ente in geeignete Hände geben, wo bereits Artgenossen leben.
Eine Bademöglichkeit ist zu Beginn nur unter Aufsicht anzubieten. Junge Enten laufen anfangs immer zwischen Wasser und Futter hin und her und spazieren dabei durch ihren Kot. das Wasser wäre innerhalb kurzer Zeit stark verschmutzt und verklebt so auch die Daunen und die ersten Federn der Entenbabys. Außerdem kühlen ganz kleine Küken so sehr schnell aus.
Wasser- und Futterbehälter sollten immer flach sein, damit kein Entenbaby darin ertrinkt. Je größere die Enten, umso tiefer und größer darf aber die Bademöglichkeit sein. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Tiere leicht wieder herauskommen. Breite Rampen können in so einem Fall helfen.
Entenbabys sind Nestflüchter und fressen schon kurz nach dem Schlüpfen selbstständig. Es gibt aber einige wilde Wasservögel, wie z.B. die Teich- und Blesshühner, die anfangs noch zusätzlich von ihren Eltern mit Insekten gefüttert werden.
Die Art des Futters muss ebenfalls von der Entenart abhängig gemacht werden. Eiderenten, aber auch Bless- und Teichhühner ernähren sich von Fisch bzw. Insekten und benötigen anderes Futter als pflanzen- oder allesfressende Enten. Diese Entenbabys brauchen Spezialfutter, z.B. von Lundi, dazu Insekten und Eiderenten später auch Fischstückchen.
Die meisten Enten fressen aber überwiegend Pflanzen in und am Wasser sowie geringe Mengen Insekten. Das gilt für die bekannten Stockenten genauso wie für alle von ihr abstammenden Hausenten.
Als Grundfutter ist die Wasserlinse am besten geeignet, welche in einer flachen Wasserschale angeboten wird. Auch die Fertigpellets „Entenstarter“ sind als Futter sehr gut geeignet, solange sie nicht ausschließlich gefüttert werden. Beim Kauf sollte man nicht vergreifen und versehentlich nach dem mit Medikamenten versetzten Kükenstarter greifen.
Mehr ist für die ersten Tage zum Aufziehen von Entenbabys nicht nötig. Später freuen sich die Kleinen über Abwechslung, z.B. kleingeschnittenes Grünzeug. Der Käfig oder Stall sollte aber auch nicht die Dauerlösung sein. In einem Gehege auf einer Wiese können die jungen Enten zusätzlich selbst nach Fressbarem suchen.
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