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Juli 03, 2018 Redaktion Allgemein, Hunde, Katzen, Nagetiere, Nutztiere, Pferde, Tierschutz, Videos & Bilder, Wildtiere, Wissenswertes 1
So kann es passieren, dass mein sich im Garten, auf Wiesen, an Sträucher und in den Wäldern ein oder mehrere Zeckenbisse zuzieht. Wie man die Zecke entfernt und ab wann man einen Arzt aufsuchen sollte findet, erfahrt Ihr hier. Solange die Zecke noch in der Haut steckt, ist ein Zeckenbiss leicht zu erkennen. Es kann aber auch sein, dass sich die Zecke von selbst wieder gelöst hat. Die Bissstelle sieht meist wie ein Mückenstich aus. Dabei kann er jucken, wird aber größtenteils von ihren Opfern nicht bemerkt. In den meisten Fällen ist bei einem Zeckenbiss nichts Schlimmes zu befürchten. Wer sich jedoch in Risikogebieten für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose aufhält, kann gesundheitliche Folgen nicht sicher ausschließen.
Deshalb sollte man bei einem Zeckenbiss folgende Dinge beachten:
Wenn Sie einen Zeckenbiss bemerken, sollte die Zecke so rasch wie möglich aus der Haut herausgezogen werden:
1. Greifen Sie die Zecke mit einer Pinzette oder speziellen Hilfsmitteln wie einer Zeckenkarte oder Zeckenzange möglichst dicht an der Haut am Zeckenkopf. Ziehen Sie die Zecke nun langsam und möglichst mitsamt der Mundwerkzeuge heraus.
2. Beim Herausziehen sollten Sie beachten:
Drehen Sie die Zecke beim Ziehen nicht.
Greifen Sie die Zecke niemals am Körper und versuchen Sie auch nicht, die Zecken mit den Fingern zu greifen. Wenn Sie den Zeckenkörper quetschen, können Speichel und Darminhalt der Zecke in die Wunde gepresst werden – inklusive eventuell enthaltener Krankheitserreger.
Geben Sie keine „Hausmittel“ wie Öl, Klebstoff, Nagellackentferner oder Alkohol auf die Zecke. Versuchen Sie auch nicht, die Zecke mit einem Streichholz oder Feuerzeug abzubrennen. Als Reaktion könnte die Zecke Speichel oder Darminhalt in die Wunde entleeren und im Falle vorhandener Krankheitserreger das Infektionsrisiko erhöhen.
3. Reinigen und desinfizieren Sie die Wunde, nachdem Sie die Zecke entfernt haben. Falls Reste der Zecke in der Wunde verblieben sind, lassen Sie diese vom Arzt entfernen.
Nachdem die Zecke entfernt wurde, sollte in den nächsten Wochen darauf geachtet werden, ob sich die Stichstelle verändert hat oder grippeähnliche Symptome auftreten.
In den meisten Fällen erfordert ein Zeckenbiss keine ärztliche Hilfe. Man sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn
1. Sie die Zecke nicht entfernen können oder Teile der Zecke in der Wunde steckenbleiben.
2. sich nach dem Zeckenbiss
eine größere, scharf umrandete Rötung bildet, die möglicherweise auch größer wird.
eine Rötung mit einem oder mehreren Ringen bildet. Manchmal weitet sich dieser Ring im Verlauf nach außen hin aus.
3. zwei bis drei Wochen nach dem Zeckenbiss grippeähnliche Beschwerden auftreten, also Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen
4. sich der Zeckenbiss entzündet und zum Beispiel zu eitern anfängt.
Umgangssprachlich wird von einem Zeckenbiss gesprochen, doch biologisch gesehen handelt es sich jedoch eigentlich um einen Zeckenstich. Denn die Mundwerkzeuge der Zecken bestehen aus einem Stech- und Saugapparat. Damit die Zecke an das Blut gelangen kann, schneiden sie mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen erst die Hautstelle des Opfers auf. Danach führen sie eine Art Stechrüssel, ein zungenartiges Mundwerkzeug mit Widerhaken (sog. Hypostom), in die Schnittwunde ein. Dabei werden kleine Gefäße verletzt. In die entstandene Vertiefung läuft Blut, das die Zecke nun immer wieder aufsaugt.
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