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Juni 21, 2017 Manuela Vogt Fische 2
Dornwelse, eigentlich in Süßgewässern Südamerikas beheimatet, ziehen immer häufiger in heimische Aquarien. Doch sind sie eher für Profi-Aquarianer.
Dornwelse leben ausschließlich in Süßwasser. Strömungsarme Flüsse, Bäche und Seen in den Tropen und Subtropen Südamerikas sind ihre Heimat. Aufgrund ihrer besonderen Atmung, der sogenannten Darmatmung, sind sie in der Lage, auch in sehr sauerstoffarmen Gewässern zu überleben.
Die Welse leben in Bodennähe und halten sich dort auf, wo ihnen Deckung geboten wird. Höhlen, Wurzeln und Totholz dient ihnen als Versteck. Bei Gefahr buddeln sie sich aber auch in weichem Sand ein, sodass nur noch die Augen herausschauen.
Den Namen Dornwels verdanken sie ihrem Aussehen. Viele von ihnen haben eine Panzerung, die ihren gesamten Körper umfasst, mit Ausnahme des Bauches. Außerdem haben sie in der Körpermitte Knochenplatten mit Dornen, die nach hinten zeigen. Auch an den Flossen sind Stacheln zu finden. Das macht diese Fische im Umgang nicht ungefährlich. Verletzungen durch Dornen heilen schlecht. Dazu gibt es einige Arten, die zusätzlich ein giftiges Sekret absondern.
Dornwelse werden erst ab der Abenddämmerung aktiv. Dann schwimmen sie am Grund entlang und suchen mit ihren Barteln nach Futter. Wichtig ist deshalb, keinen groben Split, sondern feinen Aquariensand zu verwenden.
Fast 100 verschiedene Dornwels-Arten gibt es, die in 39 Gattungen gegliedert sind.
Ist der Knurrende Dornwels aufgeregt oder fühlt sich bedroht, gibt er knurrende Geräusche von sich, was ihm seinem Namen einbrachte. Manchmal wird er auch Kopfstrich-Dornwels genannt. Doch auch wenn er knurrt, ist dieser Wels doch sehr friedlich und weniger scheu als viele verwandte Arten. Er sollte immer in Gruppen gehalten werden und lässt sich auch mit anderen, friedlichen Fischarten vergesellschaften.
Der Jaguarwels oder auch Onca genannt ist ebenfalls ein sehr friedlicher Fisch. Ein gemeinsames Halten mit anderen Fischen gelingt in der Regel ohne Probleme. Nur zu klein dürfen diese nicht sein, sonst kann es passieren, dass sie als Jaguar-Wels-Futter enden.
Kammdornwelse sind schwarz-braun und haben weiße Punkte am ganzen Körper. Dieser und am besten auch alle anderen Dornwelse sollten niemals mit Netz heraus gefischt werden. Die Gefahr, dass Dornen abbrechen ist sehr groß und die Verletzungsgefahr des Menschen ist genauso wenig zu unterschätzen.
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