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Okt. 01, 2018 Redaktion Allgemein, Exoten, Nutztiere, Tierschutz, Videos & Bilder, Vögel, Wildtiere 3
Weberameisen gehören wie die Roten Waldameisen zu den Schuppenameisen. Sie leben in den Tropen und spinnen Nester aus Seide und Blättern.
Die Seidenfäden werden von den Larven der Weberameisen hergestellt und durch deren Hinterleib hervorgebracht. Die Arbeiterinnern haben sozusagen „die Fäden in der Hand“, denn sie tragen die Larven in ihrem Kiefer herum. Weberameisen werden gezielt zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Und das schon seit mehreren Jahrhunderten. In Ostasien werden sie dazu in Obstbäumen angesiedelt. Schon hängt das Leben der Schädlinge dort am sprichwörtlich seidenen Faden, denn Weberameisen sind Räuber und ernähren sich von Insekten.
Kaum zu glauben, dass Weberameisen der Wundheilung dienen. In Asien und Afrika müssen die Spinner noch einem anderen Zweck dienen. Ihre Kiefer werden zum Klammern von Wunden verwendet. Klingt ziemlich verrückt, scheint sich aber zu bewähren.
Weil die Waldameise in Deutschland sehr bekannt ist, gehen wir oft davon aus, dass Ameisen immer am Boden leben und dort die typischen Ameisenhügel bauen. Weberameisen leben jedoch ausschließlich auf Bäumen. Ihr Ameisenstaat kann sogar so groß werden, dass ein Baum nicht ausreicht. Sie bilden Kolonien über zahlreiche benachbarte Bäume hinweg. Wenn ihr Nest beschädigt wird (z. B. wenn ein Tier es versehentlich streift), beginnen die Ameisen, Alarm zu schlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Zu tausenden klopfen sie auf die Blätter im Inneren, was ein gut hörbares Warngeräusch erzeugt. Das soll Eindringlinge warnen, keinen Schritt weiter zu gehen. Da Weberameisen aggressiv auf Bedrohungen reagieren, ist man auch als Mensch gut beraten, die Finger von ihren Nestern zu lassen. Die Tiere haben zwar keinen funktionierenden Stachel, aber ihr Biss kann durchaus schmerzhaft sein. Vögel machen sich häufig die Säure von Ameisen zu nutze, um Milben in ihren Federn zu beseitigen. Z. B. auch die der Weberameisen. Sie picken nach den Ameisen und stecken sie sich zwischen die Federn. Weil das den Ameisen aber gar nicht so gut dort gefällt, wehren sie sich und geben Säure ab. Den Vogel stört das weniger, Hauptsache er ist die lästigen Milben los. Die Raupen einiger Schmetterlinge (Bläulinge und Eulenfalter) sondern einen Honigtau ab, der die Weberameisen anzieht. Die Ameisen schlemmen sich an dem süßen Zeug satt und beschützen währenddessen die Raupen. Sie sind quasi wie Leibwachen. In Asien werden die Larven von Weberameisen regelrecht „angebaut“ und als Lebensmittel verkauft. Sie sollen sehr cremig sein. Erwachsene Weberameisen sind ebenfalls ein beliebter Snack und werden zu Reisgerichten verspeist. Es heißt, sie schmecken zitronig und sauer. Würdest du Ameisen essen?
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