Zuletzt aktualisiert September 25th, 2023 9:41 PM
Jan. 26, 2018 Redaktion Allgemein, Tierschutz 0
Vorwort:
In diesem Beitrag wird nur Bildmaterial gesunder Tiere gezeigt!
Ein Kaninchen kann aus mehreren Gründen krank werden. Obwohl sie recht robust sind, drohen ihnen wie auch allen anderen Haustieren eine Menge von möglichen Krankheiten, welche harmlose als auch sehr gefährliche Auswirkungen haben können.
Manche Krankheiten sind nicht gleich zu erkennen. Auf der anderen Seite kann bei Vorliegen bestimmter, auf einen guten Gesundheitszustand hinweisender Vorgaben davon ausgegangen werden, dass dem Tier nichts fehlt. Bei einem bewegungsfreudigen, mit Appetit fressenden Kaninchen, das klare, von Trübungen oder Absonderungen freie Augen hat, dessen Nase nicht läuft und bei dem keine Verschmutzungen am Hinterkörper zu erkennen sind, wird man i.n.R. von einem guten Gesundheitsstatus ausgehen. Sollten sich ungewöhnlichen körperlichen Anzeichen und Verhaltensmuster am Tieres bemerkbar werden und man sich diesbezüglich unsicher ist, sollte eine Vorstellung beim Tierarzt in Betracht ziehen.
In diesem Beitrag werden die häufigsten Krankheiten, an den Kaninchen erkranken können genannt:
Myxomatose:
Bei der Myxomatose (auch als Kaninchenpest bekannt) liegt die Sterblichkeitsrate je nach Intensität des Virenangriffs bei etwa 25 bis 100%. Diese Krankheit wird durch einen zur Gattung der Pocken-Erreger zählenden Virus übertragen. Die Häufigkeit der Infektionen steigt besonders in der Frühlings und Sommerzeit, da die Viren größtenteils durch Mücken und Flöhe übertragen werden. Die Viren können auch durch Kontakt mit bereits infizierten Artgenossen oder durch Aufnahme von infiziertem Futter übertragen werden.
Symptomatisch werden im Anfangsstadium (zwei bis drei Tage nach Ansteckung) Veränderungen im Augenbereich wie Rötungen, Schwellungen und Ausfluss sichtbar. Können diese Symptome noch auch auf Reizungen oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen hinweisen, deuten im fortgeschrittenen Myxomatose-Verlauf auftretende Apathien sowie den ganzen Kopf, den Genitalbereich und Gliedmaßen betreffende teigig-weißliche Schwellungen und aufbrechende Beulen (Myxome) auf Myxomatose hin. Bei hochvirulenter Ansteckung ist eine Heilung nach Behandlung mit Antibiotika möglich, aber selten. Der Tod tritt in der Regel etwa zwei Wochen nach der Ansteckung ein. Kaninchenbesitzer sollten ihre Tiere zur Vermeidung von Myxomatose unbedingt regelmäßig schutzimpfen lassen.
Chinaseuche:
Vereinzelt leiden Kaninchen an der Chinaseuche, auch bekannt unter Fachbegriff „Myxomatose“ oder auch RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease = Kaninchen-Blutungsseuche) – Abk. RHD. Meist machen sich die Symptome erst sehr spät bemerkbar, was oft den Tod des Tieres bedeutet. Da die in mehreren Varianten auftretenden Viren bis zu einen halben Jahr ansteckend bleiben, ist hohe Vorsicht bei den Mitbewohnern im Käfig geboten, da im Falle einer Ansteckung die Inkubationszeit (das Ausbrechen der Krankheit) sich nicht erkenntlich macht. Die Erreger können in dieser Zeit praktisch überall sitzen, wie beispielsweise in Futter und Ausscheidungen, auf Arbeitsgeräten und Fell von Artgenossen, usw.). Der lebensfähige Virus wird entweder durch Insekten übertragen oder vom Tier direkt aufgenommen. Der Erreger verursacht bei RHD-Ausbruch im Ergebnis schwerwiegende Blutgerinnungsstörungen. Klassische Symptome sind Atemnot, Apathie, Futterverweigerung und Blut in den Ausscheidungen. Meist sterben die infizierten Tiere innerhalb weniger Tage nach dem Sichtbarwerden der Symptome, da die Krankheit sich zu diesem Zeitpunkt schon längst in dem zugleich von Krämpfen begleiteten Endstadium befindet. Eine medizinische Abhilfe ist fast immer nicht mehr möglich. Auch bei der RHD empfehlen sich dringend als letztlich einzig wirksame medizinische Maßnahmen vorbeugende, alljährlich aufzufrischende Schutzimpfungen (Abk. RHD).
Enzephalitozoonose:
Die Infektionserkrankung Enzephalitozoonose wird häufig von einzelligen Kleinstlebewesen (auch Protozoen genannt) übertragen. Ein typisches Anzeichen der Krankheit ist die schiefe Kopfhaltung. Da diese Krankheit das zentrale Nervensystem befällt, ist an dem Tier ein Mangeln der Koordinationsfähigkeit, Lähmungserscheinungen, sowie das Fehlen des Gleichgewichts zu beobachten. Somit könnte sich das Tier symptomatisch im Kreis dreht und umher taumeln. Die Enzephalitozoonose sollte umgehend vom Tierarzt behandelt werden, da dies sonst den Tod des Tieres bedeuten würde. Damit diese über dem Urin übertragbare Krankheit nicht auf die Artgenossen übertragen werden kann, sollte umgehend eine intensive Reinigung des Käfigs erfolgen.
Leber- und Darm-Kokzidosen:
Wenn Ihr Kaninchen gut frisst ist die ein gutes Zeichen. Haltungshygiene empfiehlt sich auch für die Vermeidung der in mehreren Ausformungen und Intensitätsgraden auftretenden Kokzidose. Die sich im Darm des Kaninchen befindlichen Eimeria-Parasiten, (auch Kokzidien genannt), können bei mangelnden Hygieneverhältnissen von anderen Tieren aufgenommen werden. Dadurch können in den Gallengängen (Leber-Kokzidose) und massive Schädigungen im Darm entstehen. Zu den Symptomen gehören Futter- und Wasserverweigerung, vereinzelt Blutspuren und stark dünnflüssiger Durchfall (Diarrhö). Im Falle einer Leber-Kokzidose sind Verstopfungen und Blähungen im Bauch zu beobachten. Sollten Kokzidosen unbehandelt bleiben, kann dies aufgrund der Abmagerung und Flüssigkeitsverlustes des Tieres zum Tod führen. Durchfall und Aufblähung können aber auch auf eine Reihe weiterer, zum Teil schwerwiegender Erkrankungen wie Magenverstopfung und Trommelsucht hinweisen. Dies gilt insbesondere für junge noch nicht ausgewachsene Tiere.
Kaninchenschnupfen:
In der Fachsprache wird hier von einer
„Pasteurellose“ gesprochen. Diese Krankheit entsteht aufgrund einer bakteriellen Infektion, welche meist durch schlechte Haltungsbedingungen und Zugluft hergerufenwerden. Typische Symptome sind Niesen, Atemnot und Nasen-Ausfluss sowie Verklebungen.Ob ein Kaninchenschnupfen oder eine gefahrlose Erkältung vorliegt, sollte auf jeden Fall von einem Tierarzt kontrolliert werden! Sollte die Pasteurellose unbehandelt bleiben, führt dies zu Mittelohrentzündungen (Kopfschiefhaltung) kombinierten Atemwegs und Lungenentzündungen, die beim längerem Bestehen sogar zum Tod
führen können.
Zahnprobleme:
Wenn Ihr Kaninchen die Lust ans Fressen verloren hat und ein erhöhter Speichelfluss sowie Schwellungen im Kieferbereich vorliegen, können dies Anzeichen von Zahnproblemen leidet. Damit das Tier an den Symptomen nicht leiden muss, sollte es unverzüglich bei einem Tierarzt vorgestellt und behandelt werden.
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