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Nov. 27, 2012 Redaktion Katzen 0
Eine Katze drückt sich durch Laute, Mimik, Schwanzsignale, Körperhaltung und auch durch Duftmarkierungen aus. Sie will damit ihren Artgenossen zu verstehen geben, wie ist ihre Stimmung und was erwartete sie von ihren Artgenossen.
Die Katze gibt drei Arten von Laute ab. Als erstes wären die leisen töne zu nennen, was man auch als Plauderton bezeichnen kann. Zum Plauderton zählt das Schnurren der Katze. Eine Katzenmutter spricht in diesem Ton mit ihren Jungen. Dagegen der Kater umgarnt in diesem Ton seine Auserwählte, wenn er auf Brautschau geht.
Dann gibt es die Ruflaute. Die können sich äußern in einem sanften Miau oder aber auch in ein Kampfgeschrei, was besonders bei rivalisierenden Katern auftritt.
Die dritte Art der Lautäußerung sind die Erregungslaute. Dazu zählen Knurren und Fauchen, die beim Erschrecken oder auch Verärgerung auftreten.
Doch meistens verständigen sich Katzen sprachlos. Eine Lautäußerung tritt auf in der Mutter-Kind-Beziehung oder bei sexuellen und aggressiven Begegnungen.
Was will die Katze nun mit ihrem Miau den Menschen zu verstehen geben? Sie möchte auf sich aufmerksam machen. Das kann sich in einem kurzen Laut äußern wie z.B. bei der Begrüßung. Aber auch ein lang gezogenes und klägliches Miau kann angesagt sein.
Das Schnurren ist bei der Katze die besondere Lautäußerung. Selbst Katzenbabys schnurren schon nach wenigen Tagen. Das Katzen bringen mit dem Schnurren zum Ausdruck, dass sie sich wohl fühlen. Auch möchten sie damit den Menschen beruhigen, wenn sie spüren, dass sich der Mensch um sie sorgt oder aufregt.
Doch das Schnurren wird auch bei anderen Begebenheiten eingesetzt. So gehen Jungkatzen schnurrend auf andere Katzen zu, weil sie diese zum Spielen gewinnen möchten. Eine rangüberlegende Katze schnurrt, wenn sich dem Tier eine rangtiefere Katze in freundlicher Absicht nähert. Sie möchte dieser Katze dann zu verstehen geben, dass sie willkommen ist und somit die rangtiefere Katze beruhigen.
Kommen Katzenmütter in das Nest, wo ihre Jungen sind, schnurren sie auch. Sie fallen meistens beim Säugen in das Schnurren ihrer Katzenkinder ein.
Mit ihrer Mimik des Gesichtes können Katzen vieles ausdrücken. Sind die Gesichtszüge glatt und und ihre Ohren aufgestellt, sind die Tiere friedlich und ausgeglichen. Dagegen wenn die Katze müde ist, senkt sie ihre Augenlider ab. Erregt irgendetwas ihre Aufmerksamkeit, dann reißt sie ihre Augen weit auf und richtet ihre Ohren gespannt nach vorn. Auch spreizen sich die Tasthaare im Gesicht.
Klappt das Tier die Ohren seitwärts und schräg nach hinten, dann bringt sie ihre Angst und Ärgerlichkeit zum Ausdruck. Auch das Gesicht zeigt dann Unmutsfalten.
Ganz anders ist es, wenn die Katze zornig ist. Sie senkt dann langsam den Kopf und richtet ihn ihrem Widersacher entgegen und fixiert ihn ständig. Dabei verengen sich die Pupillen. Sie werden zu schmalen Schlitzen. Die Ohren dreht die Katze so, dass sie ihrem Gegner die Rückseite ihrer Ohrmuscheln zeigt. Darauf sollte geachtete werden, denn je mehr Rückseite von den Ohren zu sehen ist, umso angriffslustiger ist die Katze.
Die Mimik ist ein Feinsignal. Doch die Körperhaltung der Katze kann man schon von weitem erkennen und auch die Befindlichkeit der Katze einschätzen.
Gut geht es der Katze, wenn sie auf ihren Hinterkeulen sitzt und die Vorderpfoten nebeneinander gesetzt hat. Den Schwanz hat sie um sich gelegt. Wie gesagt, die Katze ist zufrieden und ist für Unternehmungen bereit.
Doch wehe dem, die Katze sitzt in einer gedruckten und kauernden Haltung. Dann liegt Überlaunigkeit und Unruhe vor. Sie hat die Vorderpfoten fest unter die Brust gezogen und den Schwanz eng an den Körper angelegt. In dieser Haltung kann die Katze blitzschnell angreifen. Andere Katzen erkennen den Gemütszustand ihrer Artgenossin und respektieren ihn und halten Abstand.
Begegnet eine Katze einem Gegner, der ihr Angst bereitet, macht sie einen Katzenbuckel und sträubt die Haare. Sie schiebt den Rücken u-förmig nach oben und krümmt den Schwanz wie einen Haken nach unten.
Ihr Ziel ist, dass sie mit dem Buckel Schrecken und Furcht erregen möchte. Doch sie bietet damit eine Show, denn nähert sich der Gegner und lässt ich auch durch fauchen nicht vertreiben, dann springt die Katze schnellstens davon.
Die Haltung des Schwanzes ist auch entscheidend. Ist der Schwanz glatt und hängend, dann bringt er eine normale Stimmung zum Ausdruck. Ist er gesträubt und man kann ihn mit einer Flaschenbürste vergleichen, dann heißt es, Achtung und Vorsicht ist angebracht.
Spreizt die Katze den Schwanz waagerecht vom geduckten Körper weg und die Schwanzspitze zuckt ein wenig, dann bedeutet es , dass Spannung und Konzentration vorliegt. Die Katze beobachtet und belauert eine Beute.
Wedelt der Schwanz erregt hin und her, dann sollte man mit einer Aktion der Katze rechnen. Doch ist der Schwanz senkrecht hochgestellt, ist die Stimmung der Katze freundlich.
Treffen zwei fremde Katzen aufeinander, dann stellen sie zuerst fest, ob sie sich riechen können.
Sie beschnuppern sich ausgiebig. Das beginnt zuerst an der Nase, wobei der Körper geduckt und die Köpfe weit vorgestreckt sind. Weiter versucht jede Katze die Körperseite der anderen Katze zu beschnuppern, um dann den Analbereich zu beriechen. Nun versucht jede Katze der anderen das Hinterteil zu entziehen.
Dadurch kommt es dazu, dass sich die Katzen eine Weile umeinander drehen. Jetzt kommt es wieder auf die Ohren an. Sind die Ohren nach vorne gerichtet, dann handelt es sich um eine freundliche Begegnung. Dann gibt eine Katze ihr Hinterteil frei.
Danach ist die andere dran. Ist die ausgiebige Schnüffelei beendet, dann zieht jede ihrer Wege. Duckt sich allerdings eine Katze bei der anfänglichen Beschnüffelung, dann sollte sich die andere Katze in Acht nehmen und lieber das Weite suchen.
Wer seine Katze liebt und ihr Verhalten kennt, kann an ihrem Verhalten erkennen, ob sie eventuell eine Krankheit ausbrütet. Katzen sind sehr neugierige Wesen. Zeigt die Katze plötzlich ein Desinteresse an ihrer Umwelt, macht einen apathischen und matten Eindruck und verkriecht sich, sollte unbedingt eine Vorstellung beim Tierarzt erfolgen. Die Ursache dafür kann eine Infektion oder gar eine Vergiftung sein.
Eine Katze ist eigentlich sehr verschmust. Lässt sie sich aber plötzlich nicht mehr streicheln und entzieht sich oder zeigt sogar die Krallen, hat sie vielleicht Schmerzen. Auch in diesem Fall ist das Tier dem Tierarzt vorzustellen.
Doch auch seelische Störungen können zu Verhaltensstörungen führen. Das kann sich darin äußern, dass Katzen ihre Fellpflege vernachlässigen, unsauber werden oder ein aggressives Verhalten an den Tag legen, kann sie sich vernachlässigt fühlen.
Es kann auch sein, dass ihr Umfeld verändert wurde oder die Eifersucht auf ein anderes Haustier vorhanden ist. Jetzt ist unbedingt notwendig, dass der Mensch das nötige Einfühlungsvermögen aufbringt und Abhilfe schafft.
Spielen allerdings keine seelischen Gründe eine Rolle für eine Verhaltensstörung, dann liegt wahrscheinlich ein körperliches Leiden vor.
Man kann keinem Tier ohne weiteres ansehen, was es denkt, wie einer Katze. Das hat die Katze dem Menschen zum Vorteil. Die Art der Bewegung ist die Sprache der Katze. Auch das Wort „Miau“ der Katze bringt Freude, Schmerz, Angst und Verzweiflung zum Ausdruck. Sie kann damit alle Empfindungen und Gefühle zum Ausdruck bringen.
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