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Nov. 07, 2013 Redaktion Aquaristik, Fische 1
„Dieser kleine, unempfindliche und friedfertige Salmler gehört zu den bekanntesten Aquarienfischen und ist für das Gesellschaftsbecken sehr gut geeignet“, heißt es in „Aquarienfische“, einem Klassiker aus den späten 1970 er Jahren, der im Delphin Verlag erschien. Dabei scheint der Name zunächst einmal wenig daher zu machen, doch schon hier wird darauf hingewiesen, dass der Körper der Tiere einen herrlichen silbrig-grünen Glanz besitzt.
Dazu kontrastieren dann die schwarzen Querbinden sowie das düster schwarz gefärbte Hinterteil, das freilich mit zunehmendem Alter verblasst. Bereits Dr. Ulrich Baenschs „Kleine Zierfischkunde“ (Tetra Verlag) weist daher darauf hin, dass der starke Fresser viel zu schnell wächst: „Große Tiere sind weniger schön, statt schwarz sind die Flossen grau!“
Dennoch finden die Fische immer wieder ihre Liebhaber, wenn sie von Kaufinteressenten in den Becken der Händler entdeckt werden. Und das völlig zu Recht, da der Trauermantel seinem neuen Besitzer kaum einmal vor Probleme stellt. Die Fische sind ruhig und friedfertig, benötigen freilich, neben bepflanzten Stellen, auch freien Schwimmraum.
Dennoch kann der Trauermantelsalmler auch in kleineren Becken gepflegt werden, wobei die „Kleine Zierfischkunde“ von einer Kantenlänge ab 50 Zentimetern ausgeht. „Aquarienpraxis kurzgefasst“, ein weiterer Klassiker von Hans Frey, plädiert dagegen für Themenaquarien, in denen verschiedene Salmler- und Panzerwelsarten – eventuell gar mit Guppys -, zu einem größeren Südamerikabecken kombiniert werden.
In der Tat ein faszinierender Gedanke, dass hier dann verschiedene Fischarten aus Bolivien, Brasilien und Paraguay, zusammen mit passenden und dort heimischen Gewächsen, zusammen gepflegt werden … dann freilich müssen wir aufpassen und abwarten, ob den Guppys nicht doch ihre Flossen von den Salmlern zerrupft werden. Auch muss uns klar sein, dass – angesichts der räuberischen und schwarmbildenden Salmler – der Nachwuchs der Lebendgebärenden keine Chance hat.
Denn „obwohl er alle nur mögliche Nahrung annimmt, gedeiht er am besten bei Lebendfutter“, weiß der Delphin Verlag. Und in der Tat lernen wir, sobald wir Mückenlarven oder andere lebende Futtertiere anbieten, unsere Salmler mit völlig neuen Augen kennen. Auch sind Rangeleien im Schwarm der Trauermäntel nicht immer völlig auszuschließen, wenngleich artfremde Tiere in der Regel ignoriert werden.
Ein wenig empfindlich reagiert der Trauermantel, trotz aller Anspruchslosigkeit, auf schlechte Wasserwerte, so dass größere Becken und ein maßvoller Besatz vielleicht doch die besser Wahl sind? Die Temperatur sollte dann auf rund 26 Grad eingestellt werden. Baensch empfiehlt Tetra Min als Standardfutter – und in der Tat können Trauermäntel problemlos mit einem hochwertigen Flockenfutter ernährt werden!
Copyright by: Peter Hoffmann
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