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Juli 15, 2013 Redaktion Allgemein 0
Unlängst ist auf RTL aktuell die Stechmückenplage thematisiert worden. Darunter leiden Mensch wie Tier, da fliegende und blutsaugende Insekten, wie Stechmücken, Bremsen und Kriebelmücken, auch für unsere Pferde und andere Weidetiere zur Qual werden. Wobei die Insekten, wie auf RTL ein Fachmann erklärte, heuer besonders aggressiv sind und, aufgrund des Hochwassers, zudem in Heerscharen umher fliegen!
Da gilt es vorzubeugen. So gibt es für Pferde verschiedene Präparate wie auch Volksmittel, die Abhilfe verschaffen (sollen). Ein Problem besteht oftmals darin, dass die, wenn das Tier schwitzt, rasch an Wirksamkeit einbüßen … spätestens ab dann, versucht das Pferd dann durch Schweifschlagen die Plagegeister zu vertreiben. Logisch, dass dabei der Kopf nicht erreicht wird. Daher gibt es spezielle Stirnbänder mit Schnüren und Fransen, eine Art Gesichtsmaske für das Tier, die Augen und Nüstern schützen und dennoch einen freien Blick lassen.
Zudem kann man natürlich Abhilfe schaffen, indem man Pferde zu Tageszeiten, in denen die Plagegeister besonders aktiv sind, zurück in den Stall holt. Der wiederum sollte sauber und gepflegt sein, da Kot für viele Insekten einen idealen Nährboden darstellt. Kein Wunder also, dass sich Fliege & Co. gerade in ungepflegten Ställen und Gehöften oftmals explosionsartig vermehren und der Aufenthalt in solchen Anlagen dann für Mensch wie Tier zu einer Qual wird.
Richtig gefährlich können dann Wespen- oder Bienenstiche werden, auf die auch unsere Haustiere sehr empfindlich reagieren: „Wie beim Menschen, schwellen auch bei ihnen bei ungünstiger Stichlokalisation die Atemwege zu“, erklärt die „Aktion Tier“, die auch vor einem allergischen Schock warnt. Echte Notfälle, in denen der Tierarzt gefragt ist.
Allerdings kann auch der Halter selbst, wie Dr. Tina Kugler bereits 2006 erklärte, schon aktiv werden: „Die Einstichstelle sollte umgehend gekühlt werden. Entweder lässt der Besitzer dazu kaltes Wasser darüber laufen oder er benutzt nasse Handtücher und Kühlelemente!“
Wenn der Stachel sichtbar ist, muss dieser, wie bei uns Menschen auch, entfernt werden. Jedoch ohne Druck auf die anhängende Giftblase, da sonst noch mehr Toxine in die Haut gepresst werden. Die eigentliche Schockbehandlung kann dann freilich nur der Tiermediziner durchführen. Dazu muss das Tier, laut Kugler, mit Medikamenten und ggf. auch Infusionen versorgt werden: „Ist das Schlimmste überstanden, schwillt die Stichstelle nach 1 bis 2 Tagen wieder ab, die Schmerzhaftigkeit lässt nach!“
Doch natürlich ist Vorbeugen nach wie vor die beste Medizin. Mülleimer sollten in diesen Tagen für Hundenasen tabu sein. Zudem sollte vergammelndes Obst auf Wiesen und Weiden aufgesammelt werden, da sich hier meist zahlreiche Wespen gütlich tun. Kommt dann auch noch der Vierbeiner und will schnüffeln und schnobern (oder gar naschen), werden die Konflikte natürlich programmiert sein … nicht die einzige Gefahr, die der Sommer mit sich bringt. Denn Hund wie auch Pferde könn(t)en auch einen Sonnenbrand kriegen. Dabei sind es bei Bello vor allem der Nasenrücken und die Ohrränder, Stellen also mit spärlicher Behaarung, die in Gefahr sind.
Auch Tiere mit kurzem Fell und zudem weißer Haut sind natürlich besonders für Hautirritationen empfänglich. Das gilt für Bullterrier ebenso wie für Schecken und Schimmel. Deshalb kann und sollte schon vorher, nach Absprache mit dem Tierarzt, eine nicht wasserlösliche Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ausgewählt werden.
Zudem wird man Hunde, zumal während der ärgsten Mittagshitze, ins Haus holen. Denn die setzt dem Organismus zu, so dass Tollen und Spielen (ausgenommen vielleicht Schwimmen) nun keine gute Idee ist. Denn gerade kurznasige Rassen wie Boxer bekommen nun leicht Atembeschwerden und andere Probleme!
Wespen können, im Gegensatz zu Bienen, mehrmals stechen. Der Stachel verbleibt also nicht in der Wunde!
Spezielle Gesichtsmasken helfen dabei, die Plagegeister von den empfindlichen Pferdeaugen fern zu halten.
Copyright by Peter Hoffmann
Fotos: Peter Hoffmann
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