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Okt. 17, 2013 Redaktion Hunde 0
Ein Leben ohne Mops sei zwar möglich, aber sinnlos, soll Loriot mal gesagt haben. Tatsächlich hatte der Mops – im Gegensatz zu Jagd- oder Hütehunden, die einen richtigen „Beruf“ haben -, nie eine andere Aufgabe, als uns Menschen zu bespaßen, erklärt Hundepsychologe Martin Rütter in einer seiner Fernsehsendungen. Wo Möpse wirklich herkommen und erstmalig auftraten, liegt dabei nach wie vor ein wenig im Dunkel der Geschichte verborgen.
Das Online Lexikon Wikipedia geht davon aus (http://de.wikipedia.org/wiki/Mops_(Hund)#Zitate), dass die ersten Möpse im fernen China lebten und doggenähnliche Vorfahren besaßen. So sieht es auch David Taylors Hundebuch (Wilhelm Heyne Verlag), das davon ausgeht, das womöglich holländische Händler und Fernreisende den Mops aus Fernost nach Holland mitgebracht haben. Hier wird dann auch eine nahe Verwandtschaft mit dem Pekinesen, quasi eine kurzhaarige Spielart dieser Rasse, diskutiert.
Insofern wundert es dann wenig, dass beide, Möpse und Pekinesen, in einem gemeinsamen Rassehunde-Verband (http://www.mprv.de) gezüchtet und geführt werden: „Die Augen des Mopses sind dunkel und etwas vorstehend. Es gibt keinen deutlich erkennbaren Fang“, beschreibt man hier einen Hund, der 6 bis 8 Kilogramm schwer und von seiner Knochenstruktur her eher stark gebaut ist.
Tatsächlich sind Möpse alles andere als leichtfüßige Sprinter. Taylor zitiert gar Quellen, denen zu Folge in die Blutlinie der Möpse auch mal Bulldoggen eingekreuzt wurden. Kein Wunder also, dass die Möpse (selbst wenn das den Fans großer und wehrhafter Hunderassen ein wenig verwegen erscheinen mag!) letztendlich zu den Molossern, stämmigen Hunden vom Typ eines Mastiffs, gezählt werden …
Dabei erreichen Möpse allenfalls eine Schulterhöhe von 32 Zentimetern. Recht variabel ist dann die Farbe ihres Fellkleides. Zwar denken die meisten nahezu automatisch an Hunde, die gelbbraun gefärbt sind. Zudem sind aber auch die Farbschläge silbergrau, apricot und schwarz bekannt. Beige gefärbte Tiere haben dann oftmals eine schwarze Gesichtsmaske, so dass für jeden Geschmack das Passende dabei ist.
Fans der Rasse lieben das typische Schnarchen des Mopses, das andere Hundehalter und auch ahnungslose Besucher oftmals schier um den Verstand bringt. Auch andere Hunde zeigen sich, bei Begegnungen mit Möpsen, von dessen Grunz- und Schnüffellauten mitunter irritiert, so dass mein Border Collie, ansonsten eine Seele von Hund, der sich mit niemandem anlegte und jedem Streit aus dem Weg ging, bei einem Mops, der uns öfter mal begegnete, regelmäßig Radau gemacht hat!
Der Mops selbst ist ein eher ruhiger Hund, der wenig bellt. Obwohl er gerne spielt und auch und gerade Kindern sehr zugetan ist, ist ein Mops natürlich kein sportlicher Hund, so dass er für Familien mit einem ausgeprägten Bewegungsdrang nur bedingt in Betracht kommt. Senioren oder Menschen, die es ruhig und gelassen angehen, werden mit einem Mops dagegen gut bedient sein.
Freilich werden die Tiere leicht phlegmatisch und neigen auch, zumal zu gut gefüttert, zum Verfetten, so dass ein gewisses Maß an Spiel und Bewegung natürlich Pflicht ist. Zumal sich bei dicken Möpsen bestimmte rassetypische Gesundheitsprobleme rasch aufsummieren. Die ohnehin eingeschränkte Atmung, die für brachycephale Hunde- und Katzenrassen typisch ist, kann sich dann rasch verstärken und zu Erstickungsanfällen und / oder Herzproblemen ausweiten. Manche möchten gar, dass Tiere mit einem übertrieben verkürzten Gesichtsschädel zu den so genannten Qualzuchten gezählt werden!
Zumindest werden Möpse, trotz ihres kurzen und pflegeleichten Fells, mit dem Sommer und heißen Temperaturen stets ein Problem haben. Daher gibt es Bestrebungen, Möpsen wieder mehr Vitalität zu verleihen. Retro Mops lautet hier die Devise, wobei dann Terrier, wie der Parson Jack Russell, eingekreuzt werden. Das Ergebnis sind deutlich sportlichere Möpse, die meist keinerlei Probleme mit der Atmung oder den Augen haben – ein neuer Ansatz in der Mopszucht, der unter anderem auf VOX von Diana Eichhorn und „hundkatzemaus“ schon vorgestellt wurde.
Copyright by: Peter Hoffmann
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