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März 17, 2013 Redaktion Hunde 0
Der Owtscharka Hund wird auch kaukasischer Schäferhund genannt und ist eine der ältesten Hirtenhunderassen.
Er ist eine anerkannte Hunderasse aus der ehemaligen UdSSR und trägt den FCI-Standard Nr. 328 und gehört damit zur Sektion 2, Molossoide der Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde) ohne Arbeitsprüfung.
Man findet diese Rasse überwiegend in der vom Kaukasus getrennten Landenge zwischen dem Schwarzen und dem Kaspische Meer und zieht sich hin bis an die Grenzen des Irans und der Türkei.
Seit 600 Jahren existiert nachweislich diese Hunderasse. Doch laut Schätzungen gibt es diese Rasse schon länger.
Aussehen
Diese Rasse sind große Hunde. Der Rüde erreicht eine Schulterhöhe von mindestens 65 cm und die Hündin von mindestens 62 cm. Die Tiere haben einen kräftigen bis grobkräftigen Körperbau, wobei die Hündin kleiner und leichter ist als der Rüde.
Das Haarkleid unterscheidet sich in drei Fellvarianten
1. langhaarig mit verlängertem Deckhaar – das lange Haar bildet am Hals eine Mähne, an den Hinterläufen sind gut entwickelte Hosen vorhanden und an den Läufen stark „befedert“. Da das Haar sehr lang ist, sieht die Rute sehr buschig und dicht aus.
2. kurzhaarig – das Haar ist verhältnismäßig kurz und dicht, es ist keine Mähne und auch keine „Befederung“ vorhanden.
3. Übergangs – Varietät – hier ist das Haar ein Mittel zwischen langhaarig und kurzhaarig (Haar ist etwas verlängert), aber auch ohne Mähne und ohne „Befederung“
An Farbvarianten sind unterschiedliche Grautöne und meist helle bis zu rostfarbene Farbtönen vorhanden. Doch auch strohgelb, weiß, erdfarben, gestreift, aber auch gescheckt und getüpfelt Farbvarianten gibt es.
Wesen
Diese Rasse ist unbestechlich, furchtlos und zuverlässig. Durch dieses Wesen eignet er sich gut als Wachhund.
Er ist von seinem Ursprung her ein Hirten- und Herdenschutzhund. Dadurch zeichnet er sich durch ein genetisch verankertes Schutzverhalten aus, Doch dieses Verhalten bildet sich erst mit zunehmendem Alter heraus, da der Owtscharka ein Spätentwickler ist.
Gegenüber Fremden ist er misstrauisch, zurückhaltend und abweisend. Doch in der Familie, bei richtiger und artgerechter Erziehung, ist er ein richtiger Familienhund. Er ist kinderlieb, anhänglich, ausgeglichen und sensibel. Doch ist er nicht unterwürfig.
Diese Rasse sind keine Kläffer. Hört und bemerkt der Owtscharka irgendetwas auf dem Grundstück oder an der Tür, schlägt er verlässlich an. Dieses Verhalten muss man akzeptieren und anerkennen, da der Hund ja auch unter anderem dafür gezüchtet wurde. Das ist der angeborene Wach- und Schutzinstinkt.
Das Grundstück muss eingezäumt sein. Sonst könnte es sein, dass der Owtscharka auch das angrenzende Gebiet bewacht, weil er es als sein Territorium ansieht.
In der Familie sollte der Hund Freund und Familienmitglied gleichermaßen sein.
Doch können Hunde dieser Rasse sehr dickköpfig sein. Das sollte man bei der Erziehung des Hundes berücksichtigen. Die Erziehung benötigt viel Geduld, Konsequenz und unbedingte Autorität. Jedoch sollte sein eigenständiges Wesen nicht zu sehr unterdrückt werden. Auch Gewalt ist in der Erziehung nicht angebracht
Wichtig ist, dass der Hund schon im Welpen- und Jugendalter gut sozialisiert wird. Man sollte ihm seinen Platz in der Familienordnung zu weisen und auftretende Aggressionen unterbinden.
Owtscharka sind sehr dominant, so dass sie nachgiebige oder ungeeignete Personen nicht als Rudelführer anerkennen.
Haltung
Da es sich bei dieser Rasse von den Genen her um ein Waschhund handelt, benötigt er ein großes Grundstück, welches er auch bewachen kann. Auch hält sich der Hund gerne im Freien auf, auch schlechtes Wetter stört Ihn nicht. Für eine Stadtwohnung sind Owtscharka Hunde weniger geeignet.
Fütterung und Fellpflege
Was das Futter betrifft, ist diese Rasse nicht wählerisch und anspruchsvoll.
Auch die Fellpflege ist recht unkompliziert und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Der Hund hat zweimal im Jahr einen Fellwechsel. Man bürstet dann das abgestoßene Fell aus. Doch sollte man damit warten bis sich die Wolle richtig gelöst hat und sich nach außen drückt. Dann lässt sich ziemlich einfach das abgestoßene Fell ausbürsten.
Ist das Fell noch nicht abgestoßen, sollte man nicht versuchen, das Tier auszubürsten. Das könnte zur Reizung der Haut führen.
Weiterführende Informationen zu diesen Hunden finden Sie auf www.owtscharka-hunde.de
Bildquelle: © Daniel Kühne – Fotolia.com
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