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Apr. 01, 2014 Marita Schuster Allgemein 5
Der Frühling ist da, Mensch und Tier freuen sich, atmen auf und es geht wieder nach draußen. Leider gibt es aber auch eine kleine negative Seite am Frühling, die Zecke. Leider sind einige der hier ansässigen Arten Überträger von gefährlichen Krankheiten. Sie sind zäh, klein und können sehr gefährlich werden. Die häufigste Zecken Art in Deutschland ist die Schildzecke, auch Ixodes Ricinus. Die Population beträgt bei dieser Art um die 95 Prozent. Sie befällt sowohl Menschen als auch Tiere. Sie besitzt eine Größe von zwei bis fünf Millimeter.
Dann gibt es noch 15 weitere Zeckenarten, die jedoch eher regional beschränkt auftreten. Hier ist die Auwaldzecke, auch Dermacentor die am häufigsten anzutreffende. Sie kommt in Ostdeutschland und in Baden-Württemberg vor. Allerdings kann eine Zecke auch die Erreger mehrerer Krankheiten in sich bergen und demzufolge auch übertragen.
Welche Krankheiten übertragen Zecken
Die Schildzecke kann den FSME Virus übertragen. Dieser Virus kann bei Katzen eine Hirnhautentzündung hervorrufen. Der Mensch kann hohes Fieber und starke Kopfschmerzen bekommen. Hunde dagegen sind relativ resistent gegen den Virus. Allerdings können hier auch bei geschwächten oder tragenden Tieren Komplikationen auftreten.
Eine weitere schwere Folge eines Zeckenbisses ist das Borreliose Bakterium. Diese Bakterien befallen sowohl den Menschen als auch Katzen und Hunde. Besonders Hunde werden mit den Borreliose Bakterien infiziert. Glücklicherweise reagieren Hunde nicht sehr stark darauf, da sie meist Antikörper dagegen entwickelt haben. Auch bei Katzen ist ein Ausbruch der Krankheit kaum wahrscheinlich. Sollte doch ein Tier erkranken, kommt es zu Gelenkschmerzen, Fieber und Nierenproblemen.
Eine weitere Infektionskrankheit, die durch die Schildzecke übertragen wird, ist die Canine Anaplasmose. Dieser Erreger befällt die weißen Blutkörperchen. Gerade bei Hunden kann diese Infektion erfolgen. Früher kam der Befall nur bei Reisen in südliche Länder vor, allerdings ist der Erreger nun auch in Deutschland weit verbreitet. Wie bei der Borreliose ist der Erreger nur bedingt gefährlich, da auch hier die Hunde meist schon Antikörper gebildet haben. Sollte doch ein Befall vorliegen, kommt es zu Fieber, allgemeine Abgeschlagenheit, Gelenkprobleme, Lahmheiten und Appetitlosigkeit.
Mehr Infos zu Zecken finden kann man auch im Zeckenguide für Hunde nachlesen.
Es gibt noch zwei weitere Krankheiten, die aus den südlichen Ländern bei uns heimisch geworden sind. Zum einen ist es die Ehrlichiose und die Babesiose. Bei beiden Krankheiten handelt es sich um Parasiten im Blut. Im chronischen Stadium können die Ehrlichiosen auch das Knochenmark befallen. Das Krankheitsbild der Babesiose sind Schwäche, Anämie und blasse Schleimhäute. Bei der Ehrlichiose ist das Krankheitsbild durch Fieber, Schwäche und Appetitlosigkeit geprägt. In schweren Fällen kommt es zu spontanen Blutungen.
Was man gegen Zecken tun kann
Je länger eine Zecke am Körper des Tieres verbleibt, desto größer ist die Gefahr einer Infektion. Deswegen ist es wichtig eine sitzende Zecke sofort zu entfernen. Am besten dafür geeignet, ist eine Zeckenzange, mit der man die Zecke vollständig aus dem Tier ziehen sollte. Dabei ist darauf zu achten, dass man die Zecke nicht quetscht, denn damit würde man den Erreger in den Körper des Tieres hineinquetschen. Am sinnvollsten ist jedoch die Prophylaxe gegen Zecken. Dazu eignen sich am besten Spot-on Präparate, die entweder das festsetzen verhindern oder die sitzende Zecke töten.
Foto: © Echino / pixelio.de
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