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Sep. 26, 2018 Redaktion Allgemein, Nutztiere, Tierbedarf, Videos & Bilder, Vögel, Wildtiere 2
In dem Gedicht aus „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch heißt es
„Mancher gibt sich viele Müh’, mit dem lieben Federvieh…“. Das Huhn ist schon seit Jahrtausenden ein Nutztier des Menschen. Seine Geschichte reicht von der wilden Existenz im Dschungel über die Anbetung durch den Menschen bis zur Zucht zum industriellen Hochleistungstier. Doch was der Mensch mit dem Tier auch anstellte: Sein Verhalten blieb bis heute ursprünglich.Verwandtschaft aus dem Dschungel
Etwa 3000 vor Christus begann die Beziehung zwischen Mensch und Huhn irgendwo im südostasiatischen Dschungel. Damals existierte schon das hier lebende wilde Bankivahuhn (Gallus gallus). Dieses gilt neben drei anderen Wildhühnerarten als Urspezies unserer heutigen 150 Hühnerrassen. Nach der zoologischen Systematik zählt das Bankivahuhn zur Ordnung der Hühnervögel, zur Unterfamilie der Fasane und zur Gattung der Kammhühner. Es ähnelt der heutigen Italiener-Rasse, die wir oft als „Bilderbuch-Huhn“ vor Augen haben.
Natürlicher Lebensraum des Wildhuhns ist der Waldrand, wo es tagsüber Deckung findet und nachts „aufbaumen“ kann, also auf einem Baum Platz zum Übernachten findet. Im Gegensatz zu unseren Haushühnern wechseln die Hähne ihr buntes Prachtgefieder im Sommer gegen ein unscheinbareres Ruhekleid aus. Der natürliche Lebensraum der Wildhühner ist der Waldrand. Dort findet es tagsüber Deckung findet und nachts auf einem Baum Platz zum Übernachten findet. Sobald die Sonne aufgeht und kurz bevor diese untergeht, begibt sich das Huhn auf Futtersuche. Das wilde Bankivahuhn legt zwei- bis dreimal im Jahr ein bis zwölf Eier. Sobald das Frühjahr anbricht, kämpfen die Hähne um ihr Revier, wobei sie drei bis fünf Hennen um sich scharen. Wenn die Brutzeit vorbei ist, leben Bankivahennen und -hähne in großen Gemeinschaften von bis zu 50 Tieren zusammen. Im Gegensatz zu unseren Haushühnern wechseln die Hähne ihr buntes Prachtgefieder im Sommer gegen ein unscheinbareres Ruhekleid aus.
Schon in der alten Antike waren die Eier aus dem Nest der Wildhühner eine köstliche Bereicherung. Zugleich stand das Hühnerfleisch auf dem Speiseplan. Der Mensch fand Gefallen am schillernden Prachtgefieder der Hähne und bewunderte die Revierkämpfe der Hähne. Daraufhin zähmte man einige der zutraulicheren Wildhühner und kreuzten wilde Artgenossen mit gewünschten Eigenschaften ein. Diese damilige Zuchttradition hält bis heute an und bringt die unterschiedlichsten Rassemerkmale hervor. Damals wie heute waren begehrte man die Schönheit, die Kampfeslust, einen guten Fleischansatz und eine hohe Legeleistung.
Die domestizierten Hühner verbreiteten sich weiter von China über Ägypten bis nach Europa. Die Römer bescherten der Hühnerhaltung eine erste Blütezeit. Stand zunächst die Nutzung für Kult- und Bestattungsrituale im Vordergrund, schätzten die Römer bald mehr und mehr Fleisch und Eier der Tiere.bTrotzdem verehrte man weiterhin den Stolz und die Kampfeslust der Hähne und weihten sie ihrem Kriegsgott Mars. Selbst im Mittelalter war die Hühnerhaltung weit verbreitet. In den Zeiten prächtiger Parks und Gärten des Barocks dienten Hühner als außergeöhnliche und exotische Zierde.
Bis heute werden auf der ganzen Welt Hühner als Haus- und Nutztiere gehalten. Es existieren mehr als 150 Hühnerrassen. Diese werden nach ihrer Nutzung eingeteilt. Die Nutzungsbereiche lauten:
Die schweren Brahma oder die meist gesprenkelten Mechelner gehören beispielsweise zu den Fleischrassen. Die mittelgroßen Italiener oder die silber- bis goldfarbenen Brakelhühner zählen zu den Legerassen. Der Bergische Schlotterkamm dagegen zählt zu den typischen Zwiehühnern. Dieser versorgt uns neben seinen Eiern auch reichlich mit Fleisch. Beliebt sind ebenso Zwerghühner, die man sich in einem kleinen Gärten halten kann.
Es existieren auch leistungsstarken Hybridtiere, die hauptsächlich in der industriellen Haltung eingesetzt werden. Diese besitzen eine extrem hohe Legeleistung sowie einen schnellen Fleischansatz. Ihre Effektivität verdanken sie dem gezielten Auswählen und Kreuzen von Tieren. Die genetischen Eigenschaften dieser Tiere lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres vererben, ihre Nachkommen wären völlig unterschiedlich. Damit die geforderte Einheitlichkeit garantiert ist, müssen wirtschaftlich orientierte Betriebe immer neue Tiere bei den weltweit nur noch sehr wenigen Zuchtbetrieben zukaufen.
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