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Feb. 11, 2015 Manuela Vogt Nagetiere 2
Wie die meisten anderen Haustiere sind auch Chinchillas Tiere, die Artgenossen brauchen, um glücklich zu sein. Um sich bisher fremde Chinchillas zu vergesellschaften, sollte man einige Punkte beachten, damit das Zusammenführen gelingt.
Unter Chinchillas regiert die Sympathie.
Wenn sich zwei Tiere absolut nicht ausstehen können, wird die Vergesellschaftung erfolglos sein.
Doch als gesellige Tiere, sind sie Artgenossen grundsätzlich zugetan.
Wer ein Pärchen halten möchte, sollte darauf achten, dass das Männchen kastriert ist, um Nachwuchs zu vermeiden. Auch ein Männchen mit mehreren Weibchen passt gut zusammen.
Mehrere Männchen mit Weibchen zusammen, funktioniert nicht, da so aus Freunden unweigerlich Rivalen werden. Die einzige Ausnahme ist der eigene Nachwuchs. Der kleine Sohn wird vom Vater geduldet, muss aber rechtzeitig kastriert werden.
Reine Weibchen- und reine Männchengruppen zu halten ist ebenfalls problemlos möglich. Zwischen Weibchen gibt es immer mal kleine Zickereien, die aber meist harmlos und schnell vorbei sind. Auch Männchen verstehen sich gut, egal ob kastriert oder nicht. Wichtig ist aber, dass kein Weibchen in der Nähe ist, denn allein der Geruch kann zu Auseinandersetzungen führen.
Chinchillas vergesellschaften sollte man am Morgen. Als dämmerungs- und nachtaktive Tiere sind sie morgens müde und etwas friedfertiger.
Es sollte sich außerdem um einen Wochentag handeln, damit im Notfall ein Tierarzt aufzufinden ist. Am besten eignet sich der eigene Urlaub, denn in der ersten Zeit sollten die zusammen gesetzten Chinchillas genau beobachtet werden.
Die Tiere werden in einen neutralen Käfig gesetzt, den keiner von beiden kennt. Dieser Käfig darf nicht zu groß sein, denn Chinchillas neigen dazu, sich in ihren Häusern zu verbarrikadieren und von dem anderen nichts wissen zu wollen.
Ist die Zusammenführung gelungen, können die Tiere auch in ihren eigentlichen Käfig zurückkehren. Dieser sollte aber vorher gründlich gereinigt worden sein.
Es gibt einige schwierige Tiere. die mit Artgenossen Probleme machen. Sie sind eher selbstbewusster Natur, reagieren aufgrund einer früheren Beißerei anderen gegenüber mit Abwehr oder haben durch bisherige Einzelhaltung Lücken im Sozialverhalten.
Bei diesen „Problemfällen“ ist die Vergesellschaftung in einer Transportkiste einen Versuch wert. Diese Methode ist umstritten, denn natürlich verursacht sie den Tieren Stress. Für einige aber kann es die letzte Chance sein, um ein einsames Leben als Einzeltier zu verhindern.
Die Kiste muss gründlich gereinigt sein und frei von früheren Gerüchen. Der Platz ist beengt, sodass sich die Tiere nicht aus dem Weg gehen können.
Übereinander gestapelte Handtücher machen es den Tieren unmöglich, sich aufzurichten. Das ist oft ausschlaggebend für den Erfolg der Zusammenführung, denn für einen Angriff setzen sie sich auf die Hinterhand attackieren den anderen oder bespritzen ihn mit Urin.
Klappt das ohne Kämpfe, können sie nach und nach in größere Behälter und schließlich in einen großen Käfig ziehen. Während der ersten Zeit sollte man die Tiere aber möglichst wenig aus den Augen lassen.
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