Zuletzt aktualisiert September 25th, 2023 9:41 PM
Juli 18, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 3
Die Blaumeise ist ein häufiger Gast in Gärten, der aber einen ganz anderen Lebensraum bevorzugt.
Mit ihren 12 cm Länge gehört die Blaumeise zu den kleineren Meisenarten. Das blaue Käppchen und die blauen Federn an Flügeln und Schwanz haben dem kleinen, lebhaften Vogel den Namen gegeben. Bei Aufregung können Blaumeisen ihren blauen Scheitel leicht aufstellen. Auffällig ist auch ihr gelber Bauch.
Ihr Gefieder soll eine ganz markante Musterung aufweisen, die nur mit der Fähigkeit des UV-Sehens sichtbar ist. Da Vögel UV sehen können, spielen diese Musterungen im Sozialverhalten wie zum Beispiel bei der Paarungssuche eine große Rolle.
Die Geschlechter sind für das menschliche Auge nicht immer eindeutig zu unterscheiden. Grundsätzlich sind Männchen im Kopfbereich etwas kräftiger gefärbt und haben einen etwas dickeren Nackenstreifen.
Blaumeisen leben bevorzugt in Laubwäldern oder Laub-Mischwäldern. Es wurde beobachtet, dass diesen Vögeln Eichenwälder am liebsten sind.
Auch in menschlichen Siedlungen gibt es Blaumeisen, wenn genug Baumbewuchs vorhanden ist. Auffällig ist aber, dass es sie in menschlicher Nähe immer seltener gibt. Möglicherweise liegt dies an den selbstbewussten Kohlmeisen. Die sich in Menschennähe sehr wohl fühlen und die Blaumeisen etwas abdrängen.
Als Insektenfresser ernähren sich Blaumeisen überwiegend von Insekten, in erster Linie Raupen und Blattläuse. Käfer, Spinnen, Mücken und andere Fluginsekten finden sich ebenfalls auf ihren Speiseplan, genauso wie Knospen und Pollen. Im Winter wechseln die Vögel zu Sämereien und Früchten.
Die Blaumeise ist ein sehr geschickter Vogel, der bei der Nahrungssuche auch eingerollte Blätter ausrollt, um an die darin versteckten Larven zu gelangen. Auf diese Weise lernten die Blaumeisen in England Mitte des 20. Jahrhunderts das Öffnen der damaligen Milchflaschen und naschten vom Rahm.
Im Winter leben Blaumeisen häufig in Gruppen nahe geeigneter Nahrungsangebote. Ab Januar teilen sie sich nach und nach und finden sich zu Pärchen zusammen. Bis in den März hinein kann die Suche nach einem Partner dauern.
Die Blaumeisenpaare suchen zur Brut gezielt Nistkästen oder besetzen verlassene Baumhöhlen und verteidigen diese gegen Artgenossen. Obwohl sie als Höhlenbrüter keine aufwendigen nester benötigen würden, lassen sich Blaumeisen beim Nestbau sehr viel Zeit und gehen dabei sehr sorgfältig vor.
Sechs bis zwölf Eier werden gelegt und werden zwei bis drei Wochen lang gebrütet. Etwa drei Wochen lang bleiben die Jungen im Nest bis sie flügge werden.
Sep. 25, 2023 24
Dez. 01, 2022 1.750
Sep. 27, 2021 441
Sep. 27, 2021 724