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Nov. 22, 2012 Redaktion Hunde 1
Die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beschreibt getreu der Bezeichnung die Entzündung der Bindehaut und ist eines der häufigsten Erkrankungen bei Hunden.
Begriff
Die Bindehaut ist eine Schleimhaut und befindet sich zwischen dem Lid, dem Augapfel und der Augenhöhle des Auges. Die Aufgabe der Bindehaut ist es, dass Eindringen von Fremdkörpern oder Keimen ins Auge zu verhindern.
Ursache
Die Ursache einer Bindehautentzündung kann eine eigenständige Erkrankung oder eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung sein. Zugluft, Fremdkörper oder Staub können die Bindehaut des Auges angreifen und eine Erkrankung hervorrufen. Bakterielle Infektionen, Allergien oder Infektionskrankheiten, wie die Staupe, können ebenfalls eine Entzündung hervorrufen. Veränderte Umweltbedingungen können ebenfalls eine Bindehautentzündung bei einem Hund hervorrufen.
Die Verbreitung der Bindehautentzündung ist bei den Rassen unterschiedlich stark ausgerprägt. Hunderassen wie Bluthunde, die deutsche Dogge oder der Cockerspaniel, die schlaffe Augenlieder aufweisen, sind überdurchschnittlich betroffen, da durch die besondere Anatomie das Auges, diese besonders beansprucht werden.
Erkrankung
Die Bindehautentzündung kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und ein oder beide Augen betreffen. Zunächst schwellen die Augenlider des Hundes an, sind merklich gerötet und können vermehrt tränen. Die Entzündung der Bindehaut geht meist mit einem starken Juckreiz einher. Hunde werden durch Kratzen mit der Pfote versuchen dem Juckreiz damit entgegenzuwirken.
Schreitet die Krankheit fort, kommt es zu wässrigem, teils schleimartigen Ausfluss. Der Ausfluss kann sich im Fell rund um das Auge des Hundes festsetzen. Eine Anschwellung der Bindehaut ist ebenfalls möglich.
Ernste Formen der Bindehautentzündungen können zu Fieber führen.
Diagnose
Eine Bindehautentzündung kann mit Hilfe eines „Schirmer-Tränentest“ festgestellt werden. Dieser Test misst die von der Tränendrüse freigesetzte Menge an Flüssigkeit und dient der Diagnose.
Bei bakteriellen Erkrankungen kann ein Bindehautabstrich Aufschluss über den Erreger geben, woraus sich eine Therapie ableiten lässt.
Therapie
Sollte die Bindehautentzündung durch eine Reizung, wie Staub oder Zugluft hervorgerufen worden sein, können entzündungshemmende Salben die Entzündung lindern. Vor äußeren Reizen, wie Staub, Wind muss der Hund geschützt werden um das Krankheitsbild nicht weiter zu verschlimmern. Bei einer bakteriellen Entzündung müssen Antibiotika verabreicht werden, in Form von Augentropen oder –salben. Bei einer chronischen Erkrankung werden dem Hund Antihistamine, antiallergische Medikamente, verschrieben, die somit die Ursache der Erkrankung bekämpfen sollen.
Die klebrige Flüssigkeit, die sich rund um das Auge des Tieres befinden kann, sollte regelmäßig gesäubert werden. Dazu sollte ein weiches Tuch mit warmen Wasser angefeuchtet werden. Mit dem Tuch wird die klebrige Flüssigkeit rund um das Auge sanft weg gewischt.
Pflanzliche Augentropfen, die täglich in den unteren Lidrand des Auges des Hundes getropft werden können, können eine Austrocknung des Auges verhindern.
Die Bindehautentzündung sollte innerhalb weniger Tage abgeheilt sein, spätestens jedoch nach fünf bis zehn Tagen.
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