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Sep. 17, 2012 Redaktion Hunde 3
Ballenverletzungen bei Hunden – die wichtigsten Infos auf einen Blick
Ballenverletzungen beim Hund sind leider keine Seltenheit. Ein spitzer Stein, eine Scherbe und schon ist es passiert. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie man diese Verletzungen richtig versorgt.
Ballenverletzungen sind selten gefährlich, dürfen aber nicht vernachlässigt werden, weil sich so die Heilung verzögern und es auch langfristig zu Problemen kommen kann.
Die Ballen sind sehr gut durchblutet, aber die Haut bei einem gesunden Hund recht dick. Bis die Ballenverletzung eines Hundes verheilt ist, dauert es je nach Tiefe der Wunde einige Tage bis wenige Wochen.
Versorgt werden sollte eine größere Wunde, sobald man sie bemerkt hat, sofort von einem Tierarzt. Je nach Größe und Tiefe wird diese dann entweder nur geklammert oder genäht, was den Heilungsprozess enorm beschleunigen kann. Geschieht dies nicht, so kann die entsprechende Stelle nur schwer und langsam verheilen und durch die dauerhafte Belastung, die das Tier auf die Ballen beim Laufen ausübt, zudem häufig erneut aufplatzen.
Sollte die Wunde wirklich nur sehr klein sein, kann der Hundebesitzer sie jedoch auch selbst versorgen. Die drei entscheidenden Schritte hierfür sind das Desinfizieren (z.B. mit Betaisodona oder Octanisept), optional das Auftragen einer heilungsbeschleunigenden Salbe sowie das fachgerechte Verbinden der Wunde.
Damit der Hund nicht an seiner Verletzung leckt und die Heilung so verzögert, ist es sinnvoll, auch kleinere Wunden zu verbinden. Einige Hunde akzeptieren einen solchen Verband. Andere müssen am Knabbern und Abreißen gehindert werden, z.B. mit einem Schutzkragen.
Weniger starke Verletzungen an den Ballen können bei Hunden auch entstehen, wenn im Winter das Streusalz an die Pfoten gelangt oder einfach schon dadurch, dass der Hund viel auf Asphalt läuft. Wenn die Ballen dadurch wund werden, ist dies zwar eher harmlos, sollte aber trotzdem behandelt werden, weil auch das dem Tier starke Schmerzen verursachen kann.
In solchen Fällen reicht es jedoch vollkommen aus, die Wunden mit einer Wund- und Heilsalbe zu versorgen. Vorsorge ist aber wie immer besser als Nachsorge: Solche kleineren Wunden können insbesondere bei absehbaren Gefahren durch Einreiben mit Melkfett oder Vaseline vor dem Spaziergang leicht vermieden werden.
Eine gewisse Geschmeidigkeit und das Vermeiden von ausgehärteten Ballen kann einiges bewirken, zu viel des Guten bewirkt jedoch das Gegenteil, also ist hier Vorsicht geboten und es handelt sich nur um eine Maßnahme für Ausnahmefälle.
Außer dem Aufplatzen oder Wundwerden von Ballen kann es auch passieren, dass sich das Tier nicht nur an bestimmten spitzen oder scharfen Gegenständen verletzt, sondern sich kleinere Scherben, Splitter oder Ähnliches eintritt.
Auch solche Wunden müssen selbstverständlich umgehend behandelt werden, sprich der Splitter oder die Scherbe entfernt werden. Hierbei kann die Hilfe eines Tierarztes hilfreich sein, ist jedoch nicht immer zwingend notwendig.
Der Besitzer kann je nach eigenen Fähigkeiten, Schwere und Tiefe der Wunde sowie vor allem nach dem Charakter des Hundes wohl am besten selber entscheiden, welche Variante für den vorliegenden Fall angebracht ist.
Ein Verband schützt Ballenverletzungen bei Hunden und beschleunigt die Heilung, doch auch nur dann, wenn er richtig angelegt wird. Schon ein kleiner Fehler kann verhehrende Ursachen haben.
Ein Pfotenverband wird am besten zusammen mit einer Hilfsperson angelegt, damit einer den Hund halten und der andere den Verband anlegen kann. Anderenfalls haben Ungeübte nicht selten das Problem, dass sie jedesmal, wenn der Hund die Pfote wegzieht, von vorn beginnen müssen.
Das wichtigste an einem Pfotenverband ist die Polsterung der Zehenzwischenräume. Der Verband drück die Zehe zusammen und innerhalb kürzester Zeit kommt es zu schmerzhaften Druckstellen bis zu offenen Wunden. Zum Abpolstern können kleine Stücke Polsterwatte verwendet werden.
Direkt auf die Wunde kommt eine Wundauflage mit desinfizierender bzw. heilungsfördernder Salbe, z.B. Betaisodona-Salbe. Nachdem die Zwischenzehenpolsterung noch einmal kontrolliert wurde, wird die Pfote zunächst mit Verbandswatte von der Rolle umwickelt. Fest genug, um nicht zu rutschen, locker genug, um nicht abzuschnüren. Darüber kommt selbsthaftende Bandage, auch Fixierverband genannt.
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