Zuletzt aktualisiert September 25th, 2023 9:41 PM
Feb. 01, 2013 Redaktion Aquaristik, Fische 6
Das fängt an bei der Tragfähigkeit der Fußbodendecke und dem zusätzlichem Versicherungsschutz gegen Wasserschäden. Auch sollte man sich vorher im Klaren sein, wo das Aquarium aufgestellt werden soll. Sicher wird sich der Stellplatz nach dem zur Verfügung stehendem Raumangebot richten.
So kann man sich einen Aquarienschrank oder eine Haltevorrichtung für das Aquarium anschaffen. Wichtig ist jedoch, dass das Möbelstück oder die Vorrichtung genügende Stabilität aufweist.
Doch beim Stellplatz ist auch einiges zu berücksichtigen. So sollte der Standplatz nicht zu sonnig sein, da sich das Wasser zu sehr erwärmt und damit der Algenwuchs gefördert wird.
Steht das Aquarium im Sommer an einem Südfenster, so kann es sein, dass sich das Aquarienwasser bis auf 40 ° C erwärmt.. Doch die meisten Fische vertragen nur eine Wassertemperatur von 30 °C.
Sollte aber nun kein anderer Platz vorhanden sein, muss die Rückseite des Aquariums mit einer Styroporscheibe isoliert werden. Auch ein Standort direkt in Nähe der Heizung sollte vermieden werden.
Es sollte sich auch in Nähe des Beckens ein Stromanschluss befinden, um das elektrische Zubehör mit Energie zu versorgen.
Es ist wichtig, dass die Größe des Beckens den Fischen angepasst ist, damit sie genügend Platz zum Schwimmen und für den sonstigen Lebensraum zur Verfügung haben.
Hier gibt es eine grobe Faustregel. So sollten pro Zentimeter Fischlänge eine Wassermenge von 2 l Wasser berechnet werden. Die Bodenschicht und alle andere Dekoration brauchen nicht berücksichtigt werden, damit können dann Überbesetzungen vermieden werden.
Allerdings kann gesagt werden, dass je größer das Becken ist, den Fischen damit vorteilhaftere Lebensbedingungen geboten werden.
Beim Aquarienlicht sollte man Leuchtstoffröhren verwenden. Das hat den Vorteil, dass eine geringe Wärmeentwicklung entsteht und auch eine gleichmäßige Ausleuchtung des Beckens vorhanden ist.
Allerdings muss gesagt werden, dass die Leuchtintensität allmählich abnimmt. Die Leuchtstoffröhren haben ca. eine Brenndauer von 6000 Betriebsstunden. Hat man eine zwölfstündige Brenndauer am Tag, so müssen die Lampen nach einem Jahr erneuert werden. Es zeigt sich jedoch nach sechs Monaten eine geringere Leuchtkraft, so liegt diese nur noch bei 50 Prozent des ursprünglichen Leuchtintensität.
Doch sollte die Beleuchtungsdauer am Tag nicht herabgesetzt werden. Mindestens 14 Stunden Beleuchtung täglich sind angebracht, da bei kürzeren Zeiten das Pflanzenwachstum beeinträchtigt wird.
Trotzdem ist eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren ratsam, denn sie verbrauchen am wenigstens Strom, was sich über Jahre dann finanziell bemerkbar macht.
Bei der Beleuchtung des Aquariums ist unbedingt auf ein richtiges Verhältnis zwischen Leuchtintensität und Leuchtdauer zu achten. So kann z.B. eine zu intensive Beleuchtung dazu führen, dass ein übermäßiges Algenwachstum auftritt. Meistens ist dass der Fall, wenn das Becken im Sonnenlicht steht und dann auch noch stark künstlich beleuchtet wird.
Sollte das der Fall sein, kann man eine Beleuchtungspause einlegen. So kann man während der Sonnenlichtbeleuchtung das künstliche Licht abschalten oder man blockt das Sonnenlicht, in dem man die Rollos herunter lässt.
Doch es gibt auch Beleuchtungsfehler und zwar in einer zu geringen Lichtzufuhr. Man sollte beachten, dass die Wasseroberfläche Licht reflektiert und auch Licht absorbiert.
Eine optimale Lichtmenge kann man leicht berechnen. Es sollte für eine Wassermenge von 1 L eine Lampenleistung von 0,5 bis 0,7 Watt veranschlagt werden.
Die Außentemperatur spielt für Fische wie für alle anderen wechselwarmen Tiere eine große Rolle. Fische erzeugen keine eigene Körperwarme, sondern sie müssen ihren Organismus der Außentemperatur anpassen. Fällt die Temperatur, dann sinken auch die natürlichen Lebensfunktionen (Stoffwechsel, Aktivität und Nahrungsaufnahme).
Nimmt man die heimischen Fische, dann können diese durch ihre Anpassung an den jahreszeitlichen Rhythmus kurzzeitig in eine Kältestarre fallen. Daraus erwachen sie dann bei steigenden Temperaturen ohne jegliche Schäden.
Tropische Fische können dieses nicht. Sie sind es gewohnt, dass das ganze Jahr die gleichen Bedingungen vorliegen. Darum ist es bei diesen Fischen sehr wichtig, dass immer die gleiche Temperatur vorliegt, die auch unter natürlichen Bedingen vorhanden ist. So benötigen diese Tiere und Pflanzen Temperaturen von 22-30° C, weil sich ihr Organismus an die tropischen Wärmeverhältnisse angepasst hat.
Unseren Goldfischen und Schleierschwänzen reicht eine Temperatur von 16 und 20°C. Ideale Temperaturverhältnisse für einheimische Fische sind 12-20°C.
Wer sich nun ein Gesellschaftsbecken zusammen stellt, muss die Temperaturbedürfnisse der einzelnen Fischarten berücksichtigen. Dazu muss man sagen, dass zu hohe Temperaturen weniger schaden als zu niedrige.
Die Wärmeregulation im Aquarium ist heute mit der vorhandenen Technik sehr gut im Griff zu bekommen.
Geht man von der preisgünstigsten Variante aus, kann ein Stabheizer angeschafft werden. Dabei handelt es sich um sandgefülltes Glasrohr, welches mit einer Heizspirale versehen ist. Man kann diesen Stabheizer mit Wattstärken zwischen 10 und 500 Watt erhalten. Allerdings sollte man darauf achten, dass dieses Gerät ein Thermostat besitzt. So wird für eine stabile Temperatur gesorgt.
Steht das Aquarium in einem normal beheiztem Raum, dann reicht eine Heizleistung von 0,5 Watt pro Liter Wasser aus. Wird das Aquarium in einen kühleren Raum aufgestellt, dann sollte schon 1 Watt pro Liter Wasser angebracht sein.
Anstatt eines Stabheizer kann auch eine Bodenheizung genommen werden. Diese Variante sollte aber nur bei einer vollkommenen Neueinrichtung genommen werden, da das Heizkabel im Bodengrund verlegt werden muss. Es müsste sonst einiges Inventar oder Dekoration entfernt werden, damit das lange Kabel in den Boden eingearbeitet werden kann.
Eine weitere Heizungsvariante ist der Außenbodenheizer, der sich außerhalb des Beckens befindet. Das ist eine Heizmatte mit geringer Wattstärke. Es wird eine gleichmäßige Wärme erzeugt und der Pflanzenwuchs wird von unten gefördert. Außerdem ist auch eine größere elektrische Sicherheit im Becken gewährleistet.
Doch gegenüber dem Stabheizer ist der Anschaffungspreis für einen Außenbodenheizer sehr hoch.
Wer um das Aquarium eine Holzverkleidung anbringt, spart Heizenergie. Die erzeugte Wärme durch Lampen und Heizung kann dadurch nicht so schnell entweichen.
Auf jeden Fall sollte ein Schwimmthermometer angeschafft werden. Doch es sollte kein Quecksilberthermometer eingesetzt werden, denn sollte es ein Defekt haben, kann das giftige Quecksilber in das Wasser gelangen. Dieses schädigt die Gesundheit der Fische.
Doch heute gibt es schon moderne Thermometer, die die Wassertemperatur digital messen. Die Anzeige erfolgt über ein LCD-Flüssigkeitskristall-Display.
Eine Filteranlage ist wichtig. Es erfolgt dadurch eine mechanische Filterung des Wassers. Die Filteranlage reinigt das Wasser von Schweb- und Trübstoffen. Die Reinigung des Wassers von chemischen Verunreinigungen erfolgt dann in einer zweiten Stufe durch die Filteranlage. Durch das Umwälzen des Wasserkörpers reichert die Filteranlage das Wasser mit Sauerstoff an. Auch wird durch die Umwälzung eine Strömung erzeugt. Das ist für das Wohlergehen vieler Fischarten und Pflanzen gut. Durch diese erzeugte Strömung wird die Wasseroberfläche in Bewegung gehalten. Diese Oberflächenbewegung verhindert die Bildung einer Schicht von organischen Stoffen an der Wasseroberfläche, die zur Brutstätte von Keimen werden kann.
Natürlich richtet sich die Größe des Filters nach der Größe des Beckens und auch nach der Anzahl der Fische im Becken. Hier kann gesagt werden, dass je größer die Filteranlage ist desto besser ist es. So müssen abgestorbene Pflanzenreste, Futterreste und auch Tierausscheidungen im Wasser entsorgt werden. Dadurch wird ein gesundes Aquarienmilieu erreicht.
Es gibt Innen- und Außenfilter. Wer ein kleines Becken bis zu 50 cm einrichtet, benötigt nur ein Innenfilter. Das Wasser wird angesaugt und dann durch eine Schaumstoffmasse geleitet. Das Wasser gelangt dann im gereinigtem Zustand wieder in das Becken. Doch sollte der Filterstoff alle zwei Wochen ausgewaschen werden.
Außenfilter werden meistens eingesetzt, wenn man die Anzahl der elektrischen Geräte im Aquarium aufs geringste beschränken möchte. Doch sind Außenfilter teurer, aber auch leistungsfähiger als Innenfilter.
Bei Aquarien mit einem Fassungsvermögen von 250 l sollten Filtersystem mit kombinierter Filterung und Wasseraufbereitung eingesetzt werden.
Bei einem Innenfilter wird als Filtermaterial Schaumstoff, mitunter auch Filterwatte verwendet. Beides lässt sich leicht reinigen. Aktivkohle ist auch ein Filtermaterial. Diese ist ein extrem wirksamer mechanischer Filter. Die Aktivkohle ist sehr feinporig und besitzt dadurch eine große Gesamtoberfläche und ist in der Lage das Wasser von Chlor und anderen chemischen Stoffen zu reinigen.
Beim Einsatz von Aktivkohle muss aber beachtet werden, dass diese nur 3 Tage verwendet werden darf. Nach dieser Zeit ist die Aktivkohle gesättigt und gibt bei weiterer Verwendung die aufgenommenen Stoffe wieder in das Wasser zurück. Also bitte nach 3 Tagen entfernen. Dagegen Filterwatte muss einmal die Woche und Schaumstoff zweimal die Woche gereinigt werden.
Als Anfänger sollte man sich in einer Zoohandlung beraten lassen, welche Filteranlage für das einzurichtende Becken am besten geeignet ist.
Wer sich ein Aquarium einrichtet, benötigt auf jeden Fall zwei Wassereimer. Doch dabei ist zu beachten, dass diese nicht auch als Wassereimer benutzt werden. Es dürfen im Eimer keine Rückstände von Reinigungsmittel sein, die könnten ins Aquarium geraten.
Eine regelmäßige Überprüfung des Säuregehaltes des Wassers und der Wasserhärte ist wichtig. Es gibt Handel Messstreifen, die man kurz ins Wasser taucht und dann die Werte ablesen kann. Der Säuregehalt wird als ph-Wert angegeben und die Wasserhärte in mg/l Calciumcarbonat angegeben.
Weiterhin ist eine ausreichenden Sauerstoffversorgung für die Aquarienfische notwendig. Gerade für tropische Zierfische, die im warmen Aquarienwasser leben, muss durch eine spezielle Luftpumpe Sauerstoff in das Becken gebracht werden. Das warme Wasser kann nur wenig gelösten Sauerstoff aufnehmen.
Manchmal muss auch ein Fisch aus dem Becken heraus gefangen werden. Dazu sollte ein spezielles Fangnetz vorhanden sein. Je größer das Netzt ist, desto schneller kann der Fisch gefangen werden und somit ist die Stressbelästigung für die anderen Fischen geringer.
Auch Reinigungszubehör ist für jeden Aquarienhalter wichtig. Ein 1-2 m langer Schlauch von einem Durchmesser 1-2 cm wird zum Absaugen des Mulms benötigt.
Auch sollte das Aquarium mit einer stabilen Deckscheibe geschützt werden. Es wird dadurch verhindert, das besonders bewegungsfreudige Fische aus dem Becken springen können. Auch das Hereinfallen von Schmutz, Gegenständen und anderen Haustieren, wie z. B. Vögeln wird dadurch verhindert.
Sep. 25, 2023 24
Dez. 01, 2022 1.750
Sep. 27, 2021 441
Sep. 27, 2021 724