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Sep. 12, 2012 Redaktion Hunde 0
Arthritis beim Hund
Ungewöhnlich große Schwierigkeiten mit dem Treppensteigen, Springen oder Laufen und wenig Vitalität können die ersten Anzeichen einer Arthritis bei Hunden sein. Bei einer Arthritis handelt es sich um die Entzündung bestimmter Gelenke wie Hüften, Schultern, Ellenbogen, Wirbelsäule oder Knie.
Diese Art der Gelenkentzündung basiert auf einer Infektion, die durch Bakterien verursacht wird. Ursachen für eine solche Erkrankung sind meist offene Wunden, durch die bestimmte Krankheitserreger in den Körper gelangen und somit eine Entzündung der Gelenke auslösen können.
Dabei sollte bei Zeckenbissen besondere Vorsicht gewahrt werden, da diese die Krankheitserreger der Borreliose übertragen können. Arthritis kann auch durch Überbelastung und Verschleiß aufgrund starken Übergewichts entstehen, ebenso können der Infektion genetische Ursachen zugrunde liegen.
Einer Arthritis lässt sich im Regelfall kaum vorbeugen, da kein geeigneter Impfstoff existiert, der die Einnistung der Bakterien verhindern könnte. Insgesamt sollte jedoch grundsätzlich auf die körperliche Gesundheit des Hundes geachtet werden.
Regelmäßige Spaziergänge sollten möglichst auf einem Niveau gehalten werden, das den Hund zwar ermüden, nicht aber vollkommen erschöpfen lässt. Länge und Geschwindigkeit des Laufens sollten mithilfe von Erfahrungswerten nach und nach an die Fitness des Hundes angepasst werden. Gemeinsam mit der Bewegung ist eine ausgewogene Ernährung die wichtigste Voraussetzung für die Gesundheit des Hundes.
Um ein Idealgewicht zu gewährleisten und somit eine durch Überbelastung entstehende Arthritis zu vermeiden, sollte ein strikter Futterrhythmus eingehalten und Naschereien in Grenzen gehalten werden. Da eine Arthritis auch rassenbedingt auftreten kann, sind die aufgeführten Maßnahmen keine Garantie dafür, dass sich die Gelenke des Hundes nicht entzünden können.
Treten die oben genannten Symptome bei einem Hund auf, ist es unbedingt notwendig, einen Tierarzt aufzusuchen. Die Gelenkentzündung heilt nicht von selbst – sie kann im Gegenteil sogar schwere, lebenslange Gelenk- und Knochenschäden nach sich ziehen, wenn sie nicht frühzeitig von einem Fachmann erkannt und behandelt wird.
Die Behandlung einer Arthritis bei Hunden erfolgt in erster Linie über Medikamente, die zur Linderung von Schmerzen und zur Entzündungshemmung beitragen. Medikamente werden bei bakteriellen Infektionen meist in Form von Antibiotika verabreicht. Starke Entzündungen können bei Bedarf mithilfe einer Injektion von entzündungshemmenden Flüssigkeiten direkt am betroffenen Gelenk behandelt werden.
Zusätzlich sind Massagen, kurze Spaziergänge und Physiotherapie empfehlenswerte Gegenmaßnahmen, um die Arthritis möglichst weit zu reduzieren. Insgesamt sollte der gesamte Bewegungsapparat im Alltag vorerst geschont und keinesfalls durch Sprünge oder lange Spaziergänge belastet werden. Ist Übergewicht die Ursache für die Arthritis, so können die Entzündungen durch eine Diät und spezielle Nahrungsergänzungsmittel vermindert werden.
Für betroffene Hundebesitzer ist es besonders wichtig zu wissen, dass eine Arthritis nicht heilbar ist, sondern allenfalls so weit gehemmt werden kann, dass der Hund in seiner Lebensqualität kaum eingeschränkt ist. Dies bedeutet gleichzeitig, dass das Leben des Hundes ab dem Zeitpunkt der Diagnose auf die Arthritis abgestimmt werden muss.
Lebenslange Medikamentengabe sowie dauerhafte Vermeidung von Überbelastung sind dabei keine Seltenheit. Als besonders schonende Methode, den Hund wieder an Bewegung zu gewöhnen, gilt das Schwimmen, da durch die sanfte Bewegung im Wasser der Bewegungsapparat und die Gelenke geschont werden. Der Hund sollte dabei unter Aufsicht lernen, langsam und kontrolliert zu schwimmen.
Die Einheiten können mit der Zeit verlängert und der Hund dadurch schrittweise mit einem gesunden, schmerzfreien Bewegungsprogramm vertraut gemacht werden.
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