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Feb. 04, 2015 Manuela Vogt Exoten, Terraristik 0
Argentinische Waldschaben stehen noch im Schatten der beliebten Futterinsekten wie Grillen und Heimchen. Zu Unrecht, denn Haltung und Zucht dieser genügsamen Insekten sind sehr einfach.
Grund für die eher geringe Beliebtheit unter den Tierhaltern insektenfressender Haustiere ist möglicherweise ihr Aussehen. Sie sehen ein wenig aus wie riesige Kellerasseln und ähneln auch den Kakerlaken, mit denen sie nah verwandt sind.
4 bis 5 cm werden diese Tiere groß. Weibchen sind etwas kräftiger als die Männchen. Die Geschlechter sind leicht zu unterscheiden. Ausgewachsene Weibchen haben verkümmerte Flügel und sind gänzlich flugunfähig. Die Männchen besitzen zwar Flügel, können aber kaum fliegen.
Schaben sind Gruppentiere und sollten deshalb nicht einzeln gehalten werden. Als Tropentiere lieben sie es warm. Um die 25°C sollte es schon sein.
Gehalten werden können sie in einfachen Plastikbehältern, in denen die Luftzufuhr gewährleistet ist. Da Schaben weder Flug- noch Kletterkünstler sind, muss man sich um die Ausbruchsicherheit weniger Gedanken machen als bei Grillen und Heimchen.
Als Bodengrund eignen sich Küchenpapier, ungedüngte Erde oder Sand. Eine Wärmelampe oder ein Heizkissen sorgen für die benötigten Temperaturen.
Vor allem Versteckmöglichkeiten sind wichtig, denn Argentinische Waldschaben mögen es dunkel. Empfehlenswert sind Eierkartons, die großzügig im Behälter gestapelt werden dürfen.
Hauptnahrung der Insekten ist in der Gefangenschaft Katzentrockenfutter, aufgewertet mit Haferflocken, Gemüse und Obst. Frischfutter sollte aus hygienischen Gründen immer in einer Schale gereicht werden.
Als Trinkquelle eignet sich ein nasser Schwamm bzw. Watte oder eine Dochttränke. In Wasserschüsseln ertrinken die Tiere leicht.
Argentinische Schaben benötigen zur Fortpflanzung hohe Temperaturen. 26-28°C sind optimal.
Eine Schabenzucht beginnt man am besten mit einer größeren Gruppe von 30 bis 50 Tieren. Dabei sollten etwa 4 – 5 x soviele Weibchen wie Männchen vorhanden sein. Wer dauerhaft Futtertiere züchten möchte, setzt zusätzlich schon einige Jungtiere hinzu.
Nach er Begattung produzieren die Weibchen Eipakete, sogenannte Ootheken, die sie anschließend wieder in den Körper einziehen und in den Genitaltaschen aufbewahren.
Etwa einen Monat später legt das Muttertier das Eipaket an einer geschützten Stelle ab. Kurz darauf schlüpfen die Jungtiere, die von der Mutter beschützt werden bis ihr Panzer ausgehärtet ist.
Um sich seinen Zuchtstamm nicht zu zerstören, werden erwachsene Weibchen nicht verfüttert. Schaben, denen bereits Gliedmaßen fehlen, die deutlich kräftiger gefärbt sind und sich nur wenig bewegen, sind alt und sollten als erstes verfüttert werden.
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