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Feb. 25, 2017 Manuela Vogt Fische 0
Der Aquarium-Filter wird häufig überbewertet, denn manchmal ist weniger mehr.
Ein Filter nimmt nicht nur grobe Stoffe auf, sondern beherbergt nach einer Einlaufzeit große Mengen Bakterien, die schädliche Stoffwechselprodukte in harmlose Stoffe umwandelt.
Je kleiner ein Filter, umso besser. Doch muss die Größe dem Besatz von Tieren und Pflanzen angepasst werden. Starke Strömungen und ein auf die Wasseroberfläche plätschernder Ausgangsstrahl sind zu vermeiden.
Man unterschiedet Filter mit Kreiselpumpe und luftbetriebene Filter, offene und geschlossene Systeme, Außen- und Innenfilter.
Filter sollte leise arbeiten, keine unnötigen Strömungen und Störungen der Wasseroberfläche verursachen. Die Durchflussgeschwindigkeit ist vom Besatz abhängig und sollte nicht zu hoch sein. Luftbetrieben Filter sind eher ungeeignet, weil sie den CO2-Gehalt des Wassers mindern. Die Reinigung sollte den Aquarianfreunden so leicht wie möglich gemacht werden.
Es gibt zahlreiche Substrate, die für Aquarienfilter geeignet sind. Wichtig ist, dass diese einen neutralen pH-Wert aufweisen, damit sie das Wasser nicht beeinflussen. Auch Giftstoffe dürfen selbstverständlich nicht abgegeben werden.
Eine raue Oberfläche und viele kleine Poren sind besonders vorteilhaft. Sie bieten Bakterien den benötigten Halt und bilden mit der Zeit viele kleine sauerstoffarme Zonen.
Wichtig ist auch, dass das Substrat keine kleinen Teilen abgibt. Watte und Glaswolle sind nicht geeignet, Schaumstoff nur nach einer herstellungsbedingten Behandlung mit Ultraschall-Druckwellen.
Lavakies ist ein natürliches und aufgrund der rauen Oberfläche gut geeignetes Material.
Torf wird im Aquarium vor allem für Fischarten verwendet, die saures und weiches Wasser brauchen. Es säuert an, da es Fulvosäuren und Huminsäuren enthält und es reduziert die Wasserhärte.
Es sollte immer Hochmoortorf verwendet werden, welches man am besten direkt im Zoofachhandel kauft. Torfprodukte aus Bau- und Gartenmärkten enthalten häufig Düngemittel.
Das Torf wird außerhalb des Filters eingesetzt, damit es die dort drin arbeitenden Bakterien nicht schaden kann. Nach 4-6 Wochen sollte es ausgewechselt werden.
Aktivkohle kann lose und in Form von Kohleschaumpatronen eingesetzt werden. Die grobporige Oberfläche adsorbiert sowohl feinmolekulare als auch gromolekulare Stoffe. Nitrit und Nitrat werden jedoch nicht aufgenommen.
Eingesetzt wird Kohle bei der Wasseraufbereitung nach Neueinrichtung, aber auch nach Medikamentengaben und Verfärbungen. Dabei sollte auf eine gute Qualität geachtet werden. Bei Kauf verlässt man sich am besten auf renommierte Marken und Erfahrungsberichten erfahrener Aquarianer.
Aktivkohle kann nicht mehrmals verwendet und muss nach etwa zwei bis vier Wochen entsorgt werden, weil sie dann erschöpft ist und ihre gebundenen Stoffe eventuell wieder abgibt.
Aktivkohle wird nur zeitlich befristet eingesetzt, weil es neben unerwünschten Stoffen auch wichtige Nährstoffe der Pflanzen bindet. Die in Torf enthaltenen Huminsäuren schädigen die Oberfläche der Aktivkohle. Aus diesem Grund sollte nicht beides gleichzeitig zum Einsatz kommen.
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