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Juli 01, 2017 Manuela Vogt Pferde 0
Ein Appaloosa behält immer seinen Ruf als Indianerpferd. Dank verschiedener Zuchtlinien variieren heute Körperbau und Einsatzgebiete.
1. Egal ob für Reining, Cutting, Pleasure oder Halter – es gibt für alles besonders geeignete Zuchtlinien und auch klassisch, englische Reiter mit leichten Dressur- oder Springambitionen finden den passenden Appaloosa.
2. Appaloosas sind muskulöse und vielseitige Warmblüter aus Nordamerika. Sie stammen von spanischen Pferden ab, die Mitte des 18. Jahrhunderts nach Nordamerika gelangten. Sie waren damals typische Indianerpferde. Mit der Vertreibung der Indianer starben auch die Appaloosas fast aus. Die damals verwilderten Rassevertreter hinterließen aber ihre Spuren unter den Mustangs, die noch heute getupft sein können.
3. Anfang des 20. Jahrhundert besann man sich wieder dieser besonderen Rasse und ließ sie wieder aufleben. Noch heute ist das Appaloosa neben Paint Horse und Quarter Horse das beliebteste Pferd Nordamerikas.
4. Erst 1975 gelangten vereinzelte Appaloosas nach Deutschland. Drei Jahre später wurde Appaloosa-Pferdestammbuchs Deutschland e.V. gegründet, 1995 folgte der Appaloosa Horse Club Germany. Der ApHCG e.V. führt inzwischen das Ursprungszuchtbuch für ganz Europa.
5. Appaloosas sind schnell und wendig, was für die Rancharbeit sehr wichtig war. Ihr für Westernpferde typisch quadratischer Körperbau ist in einigen Zuchtlinien nicht mehr ganz so ausgeprägt.
6. Typisch für Appaloosas sind die bunten Farbfleckenmuster. Kaum eine andere Pferderasse bringt eine solch bunte Farbvielfalt mit. Die Tigerscheckung wird in verschiedene Musterungen eingeteilt und kann sich im Laufe eines Pferdelebens immer mal wieder etwas verändern. Auch einfarbige Appaloosas gibt es. Lediglich Schimmel und Plattenschecken sind unerwünscht.
7. Die Hufe von den Appaloosas sind häufig gestreift. Die Haut hat die Farbe der jeweiligen Flecken. Vor allem im Bereich der der Nüstern und Augen sind die rosa und dunklen Hautpartien gut zu sehen.
8. Appaloosas eignen sich für alle Sparten der Reiterei. Neben den Westernreitern finden auch Dressur- und Springreiter passende Individuen unter den Appaloosas. Arbeitslinien leben ihren Schwerpunkt meist auf eine bestimmte Disziplin, andere Züchter haben nervenstarke Freizeitpferde als Zuchtziel. Diese Nervenstärke macht diese Pferde auch als Kinderreitpferde sehr beliebt.
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