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Nov. 21, 2012 Redaktion Hunde 1
In der Regel erfolgt die Trennung eines Welpen von seiner gewohnten Umgebung, von seinen Wurfgeschwistern und der Mutterhündin, im Alter von neun bis 12 Wochen. Eine zu frühe Trennung vom Muttertier kann später zu Problemen führen, die sich in einer Verlustangst äußern.
Es folgen dann für diesen kleinen Kerl schwere Zeiten. Darum ist es wichtig, dass dieser kleine Welpe von seinem zukünftigen Besitzer selber vom Züchter abgeholt wird. So findet der erste Kontakt mit seinem neuen Herrchen statt und das sollte so angenehm wie möglich gemacht werden. Gut wäre, wenn man dem Hundezüchter einige Zeit vorher ein Handtuch gibt. Dieser legt es dann in die Welpenkiste, so dass das Tuch den Geruch der Geschwister und Mutter annimmt.
Für dieses kleine Kerlchen sind die ersten Stunden und Tage nach der Trennung von der Mutter und der vollkommen fremden Umgebung schwer. Man sollte ihn durch beruhigendes Einreden, Streicheln und Hautkontakt die Eingewöhnung erleichtern. Das ist sehr wichtig für einen Welpen. Doch sollten nicht gleich alle Familienmitglieder auf den kleinen Hund einstürmen. Das könnte zur Verängstigung führen. Der Welpe sollte langsam und behutsam die Familie kennen lernen.
Außerdem stürmen auf ihn viele neue Eindrücke ein. Das sind fremde Personen, fremde Gerüche, ungewohnte Umgebung und auch Einrichtungsgegenstände Auch das Autofahren ist für ihn fremd. Wichtig ist, dass der Welpe eine Bezugsperson hat, also seinen „Rudelführer“.
Sein neuer Herr muss sich mit ihm auf eine Ebene begeben. So sollte er sich öfters hinhocken. Wenn dann mit dem Welpen in dieser Position gespielt oder gesprochen wird, ist der Größenunterschied für den kleinen Hund zu seinem Rudelführer nicht so gewaltig. Somit kann das Tier Vertrauen zu ihm aufbauen.
Diesem kleinen jungen Vierbeiner muss man jetzt viel Zeit widmen, damit er den Verlust seiner alten Familie überwindet und sich an seinen neuen Besitzer gewöhnt. Viele meinen, dass ein späteres Versagen des Hundes an den Erbanlagen liegt. Doch sehr oft ist das eher auf mangelnde Fürsorge in der Prägezeit zurück zu führen. So durchläuft der Welpe in den ersten 12 bis 20 Lebenswochen einen sensiblen und intensiven Lern- und Reifeprozess. Dazu kommt dann auch noch das schnelle Wachstum des Tieres.
Ratsam ist, wenn man mit dem Welpen eine Welpenschule besucht. Die Ziele einer Welpenschule sind, dass die Tiere mit Gleichaltrigen das normale Sozialverhalten erlernen. Weiterhin erfolgt dort eine behutsame Gewöhnung an angsterregende Situationen. Auch soll ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt werden. Der Welpe lernt durch kleine Übungen an unterschiedlichen Geräten, Herausforderungen zu bewältigen und gewinnt dadurch immer mehr Sicherheit.
Auch ist es wichtig mit dem neuen Zögling unverzüglich den Tierarzt aufzusuchen. Hier werden dann die Impftermine abgestimmt. Lebt das Tier später in einem Zwinger, was nicht immer von Vorteil für das Tier ist, sollte die Eingewöhnungsphase vorwiegend im Haus erfolgen.
Der Schlaf- und Liegeplatz sollte zugfrei sein am besten in einer Zimmerecke. Sein Schlafkörbchen sollte nicht zu klein sein. Man sollte ihn immer wieder rein setzen, damit er sich an seinen Schlafkorb gewöhnt und ihn annimmt. Dort findet der kleine Kerl dann seine Ruhe, ist ungestört und kann viel schlafen. Man gibt ihm dann dort viel Zuspruch und auch seine Streicheleinheiten. Auch ein kleines Leckerli kann er dort erhalten.
Außerdem muss ihm auch sein Futternapf vertraut gemacht werden. Ein Welpe mit 9 Wochen benötigt vier Mahlzeiten am Tag, dazu nimmt man am besten das richtige Welpenfutter. Nach dem Fressen und auch nach dem Schlafen muss der Hund unbedingt nach draußen, damit er sein Geschäft erledigen kann.
Erhält der Hund seinen Auslauf z.B. Garten, dann sollte das Grundstück gut umzäunt und das Gartentor geschlossen sein. Nicht, dass das Tier in einen unbeobachteten Moment weglaufen kann.
Das sind einige Ratschläge für die Eingewöhnung eines Welpen an sein neues Zuhause. Wer seinem Tier von Anfang an Geborgenheit, Liebe und Aufmerksamkeit entgegen bringt, wird in seinem Hund einen jahrelangen Freund haben.
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