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März 25, 2017 Manuela Vogt Wildtiere 2
Der Merlin ist ein Bewohner des hohen Nordens und ist in Mitteleuropa lediglich ein Durchzieher. Trotzdem wird er oft mit heimischen Greifvögeln verwechselt.
Der Merlin ist ein sehr kleiner Greifvogel und mit seinen 30 cm Körperlänge sogar der kleinste unter den Falken. Oft wird er mit Sperbern verwechselt, manchmal auch mit Baumfalken.
Der Körperbau ähnelt dem der Turmfalken. Der Merlin ist aber kleiner, der Schwanz ist kürzer und die Flügel sind spitzer. Männchen sind blau-grau mit rostbrauner Unterseite, die längs gefleckt ist. Weibchen sind etwas größer als die Männchen, dunkelbraun und am Bauch fast weiß mit ebenfalls länglichen Flecken. Die Jungvögel ähneln den Weibchen.
Die Männchen lassen sich trotz Ähnlichkeit gut von den Sperbern unterscheiden. Sie haben bäuchlings Längsstreifen während die Sperber eine Querbänderung haben.
Merline sind in Deutschland nur als Wintergast. Ihre Brutgebiete liegen in Skandinavien, Island und im Norden Großbritanniens. Im Winter ziehen sie Richtung Süden, überwintern in Deutschland oder ziehen nur durch, um noch weiter südlich ihren Winter zu verbringen. Lediglich in Tschechien soll es noch weitere Brutpaare geben.
Sie jagen ähnlich rasant durch offenes Gelände wie die Sperber und erbeuten dabei vor allem Kleinvögel bis Amselgröße, seltener Mäuse. Im Oktober kommt er zu uns und hält sich vor allem in Mooren, Heiden und anderen offenen und niedrig bewachsenen Gebieten auf, um im April wieder Richtung Norden zu ziehen.
Die Brutzeit beginnt in den nördlichen Brutgebieten oft erst im Mai bis Juni, in südlicheren Regionen auch etwas früher. Als Nistplatz dienen alte Krähennester, Felsvorsprünge oder manchmal auch einfache Bodenmulden.
Die fünf bis sechs Eier werden gut vier Wochen gebrütet bis die Jungen schlüpfen. Das Männchen bringt das Futter herbei. Das Weibchen hudert die Jungen und füttert sie. Erst wenige Tage bevor die Jungen das Nest verlassen, beteiligt sie sich bei der Nahrungsbeschaffung.
Mit etwa vier Wochen verlassen die Jungen ihr Nest, bleiben aber noch als Familie zusammen und werden weitere sechs Wochen von den Eltern mitversorgt.
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