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Nov. 09, 2012 Redaktion Allgemein, Wildtiere 2
Nun ist es wieder so weit. Der Herbst steht an, die dunkle Jahrezeit und es kommt wieder vermehrt zu Unfällen mit Tieren. Was sollten Sie beachten, wenn Sie ein Tier, egal ob Haustier oder Wildtier, angefahren haben ?
Das ist der Alptraum eines jeden Autofahrers. Man fährt in der dunklen Jahreszeit durch die Stadt oder auf der Landstraße und es springt einem ein Tier vor das Auto.
Einen 100% igen Schutz vor einem Wildunfall gibt es nicht. Doch gibt es einige Leitlinien, wie man sich verhalten sollte, wenn man Wild am Straßenrand stehen sieht oder aber wenn man durch Verkehrsschilder auf vermehrten Wildwechsel aufmerksam gemacht wird.
Natürlich sollten Sie auch am Tage achtsam sein und sobald Sie Wild am Straßenrand entdecken, sofort die Geschwindigkeit reduzieren und auf das Verhalten des Tieres achten !
80 % der angefahrenen Tiere sind Rehe und 10 % Wildschweine. Ein Zusammenstoß mit einem größeren Reh oder Wildschwein kann einen großen Schaden hervor rufen. u Auch ein Personenschaden ist bei einem Wildwechsel mit anschließendem Unfall nicht immer ausgeschlossen.
Sollten Sie Wild auf der Straße sehen und noch reagieren können, dann schalten Sie das Licht kurz aus. Rehe bleiben starr vor Schreck stehen, wenn sie geblendet werden.
Auch sollten Sie umgehend abbremsen und in einigen Fällen eventuell sogar eine Vollbremsung, sofern möglich, in Betracht ziehen. Ein Ausweichen empfiehlt sich in den meisten Fällen eher nicht, da die Versicherung dann meistens auch nur zahlt, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Auffahrunfall mit dem Wild in etwa den selben Schaden hervorgerufen hätte wie der Schaden beim Ausweichen.
Nur Teil oder Vollkaskozahler genießen den vollen Versicherungsschutz bei einem Wildunfall.
Wie eigentlich bei jedem Unfall sollten Sie natürlich sofort anhalten und die Unfallstelle sichern, dh. Warndreieck aufstellen und Warnblinklicht einschalten. Das hat den Hintergrund, dass somit nach kommende Autofahrer auf die Unfallstelle aufmerksam gemacht werden und ihre Geschwindigkeit anpassen.
Danach sollten Sie umgehendst die Polizei informieren, die Ihnen eine Wildunfallbescheinigung ausstellen und sich um alles weitere kümmern wird.
Sie sollten auf keinen Fall das Tier anfassen, da verletzte Tiere Sie angreifen oder Krankheiten übertragen könnten.
Der Ablauf nach dem Unfall ist in etwa identisch dem eines Wildunfalls auf einer Landstraße oder der Stadt, einzig ist der Unterschied nach der Feststellung des Halter.
Sollte es sich um ein freilaufendes Haustier handeln, sollten Sie versuchen, das Tier durch die Marke zu identifizieren, was in den meisten Fällen allerdings die Polizei für Sie erledigt. Sollte das Tier keinen Halter haben, wird die Sache schon etwas schwieriger und der Fall ist wieder einer für die Versicherung. Ansonsten ist der Halter bzw dessen Haftpflichtversicherung für die Regulierung des Schaden zuständig.
Bei einem Stadtunfall lassen sich eigentlich so gut wie keine vorbeugenden Maßnahmen treffen, denn wer rechnet schon damit, dass der Hund oder eine Katze zwischen den parkenden Autos auf die Straße läuft. Allerdings sollten Sie, sobald Sie ein Tier am Straßenrand sehen oder einen Hund beim Gassi gehen beobachten können, immer damit rechnen, dass dieser über die Straße läuft.
Es empfiehlt sich in jedem Fall die Polizei zu benachrichtigen und bei schweren Verletzungen auch den Tiernotdienst zu informieren.
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Thorben Wengert / pixelio.de |
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