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Apr. 29, 2014 Marita Schuster Fische 0
Wenn die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und die Blumen und Pflanzen sprießen, wird es Zeit, für einen Frühjahrsputz im Gartenteich. Wenn es Frühling wird und die Sonne den Boden und das Wasser erwärmt, erwacht auch in einem Teich und am Ufer das Leben. Damit die Bewohner des Gartenteichs ihr zu Hause genießen können, sollte mit den Vorbereitungen begonnen werden.
Der Schwerpunkt der Arbeit an einem Teich sollte jetzt auf der Teichreinigung und das Aufbereiten von Wasser liegen. Ohne reines und gesundes Wasser, kann das Ökosystem Gartenteich nicht funktionieren. Er muss im biologischen Gleichgewicht gehalten werden.
Die Grundreinigung
Der erste Schritt ist der letzte Schritt aus dem Herbst. Abgestorbene Blätter und Pflanzenreste am Ufer sowie im Wasser müssen entfernt werden. Bei dieser Gelegenheit kann man schauen, ob sich Fadenalgen am Ufer ausbreiten. Ist das der Fall, einfach die Algen mit den Wurzeln ausrupfen. Sollten sich die Algen jedoch schon im Wasser ausgebreitet haben oder das Wasser sogar grün geworden ist, dann hilft meist nur eine Wasseraufbereitung durch Algenbekämpfungsmittel. Man kann zwischen biologischen- und chemischen Wasserzusatzstoffen wählen. In beiden Fällen sollte bei der Dosierung größte Sorgfalt an den Tag gelegt werden. Die Filteranlage sollte auch überprüft werden. Wie in einem Aquarium kann Algenbefall durch zu viel Nitrat oder Phosphat ausgelöst werden. Die Wasserwerte müssen überprüft werden.
Der Bodenschlamm muss weg
Bei der Grundreinigung eines Gartenteichs gehört auch die Entfernung des Bodenschlamms. Hier drin hat sich der Großteil der Blätter- und Pflanzenreste angesammelt. Damit das biologische Gleichgewicht nicht all zu sehr gestört wird, sollte nicht der komplette Schlamm entfernt werden, es langt wenn man nur einen Teil entfernt. Dies sollte entweder mit einem Eimer oder mit einem Sieb erfolgen. Mitgefangene Insektenlarven, Käfer und Schnecken sollten wieder zurück in den Gartenteich gegeben werden. Nachdem sich das Wasser beruhigt hat und die Schwebstoffe wieder auf dem Boden gesunken sind, müssen die Wasserpflanzen beschnitten werden. Abgestorbene oder vertrocknete Pflanzenteile müssen abgeschnitten und Pflanzen, die zu dicht wachsen müssen ausgedünnt werden.
Wasserqualität ist wichtig
Nun muss die Wasserqualität im Gartenteich geprüft werden. Im Fachhandel sind Schnelltests erhältlich, die das Ganze recht einfach gestalten. Liegt der pH Wert zwischen 6,5 und 8,5 ist alles ok. Das gleiche gilt für die Karbonathärte, wenn der Wert zwischen 6 und 12 KH liegt. Nun sind die Ammoniak- und Nitratwerte dran. Beide Werte sollten bei Null liegen. Ist das nicht der Fall und einer der beiden Werte weicht ab, müssen entsprechende Wasseraufbereiter eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall ist ein Wasserwechsel notwendig. Wenn im Sommer mit einer Pumpe und einem Filter das Wasser aufbereitet wird, sollte vor Inbetriebnahme die Technik überprüft werden. Das geschieht außerhalb des Teichs. Nun können auch neue Pflanzen eingesetzt werden. Man kann in den Wurzelballen vor dem Einpflanzen ein wenig Dünger beigeben, aber sehr sparsam. Wasserhyazinthen können erst eingesetzt werden, wenn es keine Nachtfröste mehr gibt, also nach den Eisheiligen.
Nicht der frühe Vogel fängt den Wurm
Es darf mit dem Frühjahrsputz für den Gartenteich nicht zu früh begonnen werden. Die Wassertemperatur muss mindestens bei 10 Grad Celsius liegen. Unter dieser Temperatur sind die Fische, Frösche und Pflanzen noch in der Winterruhe. Die Fütterung der Fische darf erst bei einer Temperatur um 15 Grad Celsius beginnen. Neue Fische sollte man erst einbringen, wenn der Gartenteich die gleiche Temperatur aufweist, wie der des Herkunftsbeckens.
Foto: © Klaus-Uwe Pacyna / pixelio.de
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