Zuletzt aktualisiert September 25th, 2023 9:41 PM
März 04, 2014 Marita Schuster Terraristik 3
Reptilien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und die Terraristik wird immer mehr zum Hobby, auch bei Kindern. Dass Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen auf dem Wunschzettel von Kindern stehen, ist nicht verwunderlich, aber immer mehr kommen auch Reptilien, Wirbellose oder Amphibien auf den Wunschzettel.
Dieses Hobby hat auch einen Vorteil, wenn die Kinder unter einer Tierhaarallergie leiden. So müssen diese Kinder nicht gänzlich ohne Tiere aufwachsen.
Die Anschaffung
Vor der Anschaffung eines Terrariums sollte die Planung stehen. Ab diesem Zeitpunkt sollte man den Nachwuchs schon mit einbeziehen. Es ist wichtig, sich mit dem Kauf Zeit zu lassen, so wird die Vorfreude und die Spannung hoch gehalten und man merkt schnell, ob es sich nur um eine vorübergehende Laune des Kindes handelt oder ob wirkliches Interesse besteht. Der erste Schritt besteht darin, sich mit dem Kind über die infrage kommenden Tiere zu informieren, man kann zusammen gut im Internet recherchieren und sich dann auf Favoriten festlegen. Dann kann man im Fachmarkt auch diverse Terrarien anschauen und sich über die Einrichtung und Pflege beraten lassen. Auf jeden Fall sollte man dem Kind immer wieder klar machen, dass die Bewohner eines Terrariums keine Kuscheltiere sind, egal um welche Tiere es sich handelt. Es ist aber auch oder gerade für Kinder immer interessant, diese Tiere in einigermaßen artgerechter Umgebung zu beobachten.
Terrarien für Einsteiger
Ab wann ein Kind ein Terrarium haben darf, kann nicht pauschal beantwortet werden. Wie bei allen anderen Haustieren liegt das auch an dem Kind und dessen Entwicklung. Es liegt aber auch daran, wer dauerhaft das Terrarium betreut. Übernehmen die Eltern die Pflege, dann können auch kleinere Kinder involviert werden. Wollen sich die Kinder alleine um das Terrarium kümmern, dann sollten sie schon so zwölf – dreizehn Jahre alt sein. Wenn man sich nicht sicher fühlt kann man auch schrittweise das Kind an die Terraristik heran führen. Der erste Schritt könnte so aussehen, dass man nur ein Terrarium mit fleischfressenden Pflanzen bestückt. Ein Insektarium eignet sich auch hervorragend für die ersten Schritte. In diesem Terrarium leben ausschließlich Insekten und Pflanzen. Dort gibt es viel zu beobachten, die Kinder können sich kümmern, allerdings sind Insekten wesentlich pflegeleichter als Reptilien und die Lebenserwartung ist relativ gering, im Gegensatz zu Reptilien oder Spinnen.
Besatz für Anfänger
Ist der Versuch mit einem Insektarium erfolgreich, kann der nächste Schritt, die Reptilien, erfolgen. Es gibt Reptilien, die besonders gut für Einsteiger geeignet sind, dazu zählen unter anderem Bartagamen, Leopardgeckos und Kornnattern. Auch Schildkröten sind für Einsteiger geeignet. Die Haltung und Unterbringung ist recht schlicht und übersichtlich, sodass auch Kinder schnell wissen, was sie tun müssen, dass es den Tieren gut geht. Damit aber wirklich gewährleistet ist, dass die Pflege und Fütterung klappt, sollte man jüngere Kinder nie die Betreuung alleine überlassen. Es ist immer besser, wenn ein Elternteil immer dabei ist und man sollte den Kindern von Anfang an beibringen, dass Tiere aus dem Terrarium niemals Schmusetiere werden und sie die Tiere nie alleine aus dem Terrarium holen sollten.
Foto: © Clemens Röhl / pixelio.de
Sep. 25, 2023 24
Dez. 01, 2022 1.750
Sep. 06, 2021 103
Aug. 23, 2021 16