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Sep. 06, 2012 Redaktion Hunde 0
Pinscher
Eine der ältesten und bewährtesten Hunderassen ist die der Pinscher. Hundeforscher sind der Ansicht, dass sich die Pinscher- und auch die nah verwandten Schnauzerrassen aus der Torfhundgruppe der Pfahlbauzeit entwickelten. 1836 erwähnte der Hundeforscher Heinrich Gottlieb Reichenbach die Pinscher zum ersten Mal.
Im Jahre 1895 wurde in Nordhausen ein „Pinscherklub“ gegründet. Es gab eine solche Vielfalt von Typen, Größen und Fellvarianten, dass ein entsprechender Rassenstandard aufgestellt wurde. Erst durch Auslesezuchten entwickelten sich die verschiedenen Typen und man unterschied zwischen Schnauzern und den Pinschervariationen wie Pinschern, Affenpinschern, Dobermann, deutscher Pinscher, österreichischer Pinscher und Zwergpinschern.
Der Name könnte vom englischen Wort to pinch (zupacken oder kneifen) kommen und auf den Pinscher als Rattenvertilger hinweisen, wie auch das bei uns gebrauchte Wort Rattier oder Rattenfänger.
Alle Pinscher-Arten stammen von einer gemeinsamen Grundform ab, dem „alten“ Pinscher, einem fast mittelgroßen, kurzhaarigen, tapferen Fänger von kleinem Raubzeug und unerschrockenen Verteidiger von Herrchen, Haus und Hof. Erhalten hat sich bei allen Pinscherarten seine Tapferkeit, Genügsamkeit und die Eignung zum Familienhund.
Der glatthaarige Pinscher ist ein kräftiges, sehnig-muskulöses Tier, kurz und kompakt gebaut, aber keineswegs plump in der Erscheinung. Das Haar ist kurz, dicht, glatt anliegend und glänzend. Es ist einfarbig Rot oderSchwarz mit rostroten bis gelben Abzeichen. Besonders geschätzt wird, je reiner und schärfer sie sich von der Grundfarbe abheben. Der Kopf ist keilförmig, der Oberkopf leicht gewölbt.
Der Fang des Pinschers ist mittellang. Die Nase ist schwarz, die Augen sind mittelgroß, oval, immer dunkel und haben einen lebhaften, intelligenten Ausdruck. Die kupierten Ohren sind hoch angesetzt und stehen aufrecht. Die kupierte mittelstarke Rute ist ebenfalls hoch angesetzt und wird aufwärts getragen. Die Schulterhöhe beträgt 43 bis 48 cm.
In Österreich gibt es eine eigene Art, die im Wesen dem deutschen Tier ähnelt, aber einige äußerliche Unterschiede aufweist und in der Erscheinungsform Gemeinsamkeiten mit dem Black-and-Tan-Terrier hat.
Der Affenpinscher, auch Äffchen genannt, ist ein kleiner strubbeliger Geselle. Dass seine Rasse schon sehr alt ist, beweisen Darstellungen von Künstlern des 15. und 16. Jahrhunderts. Sein Haarkleid ist schwarz. Der Kopf hat eine ausgeprägte Stirn. Unter den buschigen Brauen glänzen runde, dunkle Augen. Ohren sowie Rute sind gestutzt. Die Schulterhöhe soll zwischen 25 und 28 cm liegen.
Der Zwergpinscher – entweder in Braun oder in Schwarz mit roten, Abzeichen – wird im Volksmund auch Rehpinscher genannt. Es gelang, ihn mit den gleichen Körperproportionen wie sein „großes Vorbild“ zu züchten. Er ist kräftig, aufmerksam, klug und temperamentvoll. Wie sein großer Bruder geht der Zwergpinscher auch gerne ins Wasser, ist ein ausdauernder Läufer und verhältnismäßig anspruchslos. Mit 25 bis 30 cm Schulterhöhe gehört er zu den kleinsten Rassen.
Alle Pinscherrassen sind durch ihre kurzen Haare leicht zu pflegen. Sie lassen sich also leicht in der Wohnung halten, wenn der notwendige Auslauf garantiert ist.
Anhänglich, verträglich, anpassungsfähig, robust und schneidig sind sie alle, unabhängig von ihrer Körpergröße.
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