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Nov. 24, 2013 Redaktion Allgemein 0
In der Vox-Heimtiersendung „hundkatzemaus“ ist unlängst ein so genannter „Schnüffelgarten“ thematisiert worden. Ein Areal, in dem Hunde – immer ihrer Nase nach und ohne Leine -, umhertollen, mal hier schnuppern, dann da markieren und somit ganz in ihre eigne Welt und allerhand verlockende Gerüche vertieft sind …
Nicht umsonst sprechen wir davon, dass unsere Hunde Nasentiere sind (die ihre Augen nur bedingt benutzen und brauchen) und an Laternen und Straßenbäume, die ihre Artgenossen zuvor markiert haben, quasi „Zeitung lesen“. Denn hier erfahren sie alles Wissenswerte und können einschätzen, wer vor ihnen unterwegs war.
Vielleicht eine leibreizende Hündin? Oder doch der Rabauke von nebenan, der stets so laut kläfft und auf Randale getrimmt scheint!?
Logisch, dass dann auch selbst markiert wird. Ein Verhalten, das auch kastrierte Rüden niemals ablegen … ja, Hunde sind echte Nasentiere, das heißt, sie orientieren sich stark mit ihrem Geruchssinn, bestätigt auch hundesportfreunde-heiligenberg-frickingen.de. Fast immer sei ihre Nase aktiv, „und seit vielen Jahren nutzt der Mensch diesen hervorragenden Geruchssinn.“
Natürlich bei Zoll, Justiz und Polizei, wie jeder weiß, der schon mal die Ordnungshüter Doku-Soap „Achtung Kontrolle“ auf Kabel Eins geschaut hat. Tatsächlich ist es jedoch so, dass der phänomenale Geruchssinn der Hunde auch zunehmend von Medizinern erkannt und genutzt wird. So experimentieren, wie netdoktor.at berichtet , Wissenschaftler der Universität Cambridge schon länger daran, Hunde so ausbilden, dass diese ein Prostata-Karzinom aus den Harnproben (!) von Patienten erschnüffeln können. Der Krebs produziere nämlich Eiweiße, die in Blut und Urin nachgewiesen werden könnten; Eiweiße, die Hunde durchaus aufzuspüren fähig sind.
Wobei nicht nur der Geruchssinn unserer Haushunde phänomenal ist. Nicht umsonst reden wir von einem „Stallgeruch“ und unterstellen damit, dass Gerüche und Düfte auch für unsere Pferde eine ganz zentrale Rolle spielen. Tatsächlich wissen alle Reiter, wie leicht ihr Partner seine Nüstern aufbläht und wie schnell ein Pferd durch ungewohnte Gerüche, etwa Blutausdünstungen oder auch Brandgeruch, irritiert ist: „Pferde erkennen Konkurrenten am Mist“, verweist das Wissensmagazin scinexx darauf, dass auch für Pferde der Kot ihrer Artgenossen eine wertvolle Informationsquelle darstellt: „Pferde erkennen ihre Konkurrenten und Widersacher am Kotgeruch“, zitiert man hier Forscher aus Regensburg.
Unsere Hunde scheinen also mit ihrem Interesse an Urin- und Kotmarken nicht allein zu sein … auch Pferde wollen so Freund und Feind unterscheiden!
Tatsächlich scheinen wir, als Tierfreunde, von Spürnasen geradezu umgeben. Denn es gibt sie, jene Tiere, die noch besser als „Bello“ riechen. So gehen die Forscher davon aus, dass der Geruchssinn bei Fischen den der Hunde noch einmal übersteigt. Denn nur so, dank ihrer phänomenalen olfaktorischen Wahrnehmung, können Lachse zur Laichzeit wieder in jenen Fluss zurückkehren, in dem sie einst selbst aus dem Ei geschlüpft sind.
Und auch die Fähigkeit der Haie, verletzte Fische aufzuspüren, ist ja geradezu legendär und bei Schwimmern und Tauchern gefürchtet. Denn Haie können Blut noch in einer Verdünnung von 1 zu 10 Milliarden wahrnehmen … eine Gabe, die uns durchaus schaudern lässt, so dass wir lieber unseren kleinen Panzerwelsen zuschauen, die beim Gründeln am Boden ebenfalls ihren Geruchssinn unter Beweis stellen!
Copyright by: Peter Hoffmann
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