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Juni 28, 2013 Redaktion Hunde 0
Hallo, Freunde! Mein Name ist Poldi. Genauer gesagt: Poldi von der Silbermöwe. Denn natürlich habe ich, als reinrassiger Pudel, auch einen (adeligen) Zwingernamen. Der hängt damit zusammen, dass meine Züchterin, die Andrea, zunächst ihr Herz und ihr züchterisches Können den silbergrauen Pudeln geschenkt hat. Doch beim Anblick der ersten Black and Tan Pudel stand dann fest, dass wir es fortan sein mussten … insofern passt der Name jetzt nicht mehr so gut wie in früheren Tagen. Zumal sie ihren Wohnsitz und Zwinger aus dem Norden der Republik ins Saarland verlegt hat.
Ich selbst bin auch hier im Saarland bei meinem neuen Herrchen, einem Journalisten, geblieben. Und apricot-farben, wohingegen einige meiner Black and Tan Geschwister bis nach Skandinavien zu ihren neuen Familien gereist sind. Hier, im äußersten Südwesten Deutschlands, betätige ich mich nun als echtes Familienmitglied (das können wir Pudel besonders gut) und als Redaktionsgehilfe. Dabei kann ich manchmal auch ein wenig zickig und ein echter Pudel sein. Will meinen: Ist mir das Gras zu feucht oder werde ich vom Schnee überrascht, hebe ich schon einmal ein wenig missmutig und affektiert die Pfote. Quasi in vorauseilender Sorge. Denn das bedeutet sicher, dass mich Herrchen, nach der Rückkehr aufs Sofa, mal wieder bürsten will.
Dennoch bin ich alles andere als ein Oma-Hund. Einmal warmgelaufen, kann ich im Wald richtig außer Rand und Band sein. Da geht es dann über Stock und Stein und nehme ich, trotz meiner Zwergpudelmaße, querliegende Baumstämme im eleganten Sprung. Da wehen die Ohren und kleben Blätter in meinen Haaren, womit wir, wieder mal, bei meiner ganz persönlichen Achillesferse angelangt sind. Denn Kämmen und frisiert werden macht mir nur mäßig Freude.
Allein das Baden beim Scheren macht mir Spaß. Wen wundert`s? Schließlich stammen wir Pudel von Jagdhunden ab, die früher zur Wasserjagd genutzt werden. Dabei unterscheiden die Fachleute zwischen Großpudeln (früher auch Königspudel genannt), dem Klein- und Zwerg- sowie dem Toy-Pudel. Unser Name hat dann wiederum mit unserem früheren „Beruf“ zu tun. So beschreiben schon alte Chroniken einen kleinen und einen großen Bud(d)elhund. Ja, buddeln im Wasser macht uns durchaus Spaß. Und auch beim Toben und Wald und Flur können wir noch, wie unsere jagdlich genutzten Vorfahren, hervorragend apportieren!
Dabei leben die meisten von uns heute als Familienmitglied. Gerne bei alleinstehenden Personen (denen wir unsere ganze Liebe und Zuneigung schenken!), aber auch zusammen mit Kindern, mit denen wir bestens auskommen. Dabei will unsere Gelehrigkeit gefordert und unser latent vorhandener Dickkopf und Einfallsreichtum in die richtigen Bahnen gelenkt werden.
Wichtig ist auch, dass unser Fell regelmäßig, sprich: täglich, gepflegt wird. Ansonsten nämlich würden unsere Haare rasch verfilzen. Auch die hängenden und schwer behaarten Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Denn die werden, im Gegensatz zu unseren Kollegen mit Stehohren, natürlich weniger durchlüftet.
Dass wir kaum haaren, ist jedoch sicherlich ein großer Vorteil gegenüber anderen Rassen. Allerdings können zumindest wir kleineren Pudel manchmal ein wenig ängstlich und nervös sein. Wichtig ist daher, dass wir schon von klein auf an verschiedene Umwelteinflüsse, gelegentliches Alleinsein und Autofahren gewöhnt sein.
Auch wird es Euren gestressten Ohren vermutlich gut tun, wenn Ihr von Anfang an darauf achtet, dass wir nicht bei jeder Gelegenheit lauthals losbellen. Mich selbst stört das ja kein bisschen. Ganz im Gegenteil. Das Geläute der bellenden Meute (wie der Waidmann das Lautgeben bei uns Hunden bezeichnet) ist Musik in meinen Ohren. Aber Ihr Menschen seid da ja ein wenig komisch und könntet Euch womöglich genervt fühlen!?
Copyright by Peter Hoffmann
Fotos: Peter Hoffmann
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