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Mai 29, 2013 Redaktion Hunde 0
Natürlich kann der treue Vierbeiner, wenn die Urlaubsreise bevorsteht, auch in einer guten Hundepension „geparkt“ werden. Schöner indes ist es, wenn „Bello“ auch am Urlaubsort schwanzwedelnd dabei ist …
Davor indes muss einiges abgeklärt und der Zecken– und Impfschutz überprüft werden. Zudem gilt es, eine Unterkunft zu finden, in der Vierbeiner überhaupt erlaubt sind. Hier wird, in der Regel, eher eine Ferienwohnung oder ein Haus denn das Hotelzimmer in Betracht kommen.
Die Anreise erfolgt dann am besten mit dem eigenen Pkw, weil man hier das Tempo und auch Ruhezeiten selbst in der Hand hat: „Wenn ein Hund im Auto mitfährt, dann ist freilich darauf zu achten, dass zum einen der Fahrer nicht behindert wird und zum anderen, dass der Hund so sicher untergebracht ist, dass ihm selbst bei einem Unfall nichts bzw. kaum etwas geschehen kann“, legt die „Aktion Tier“ den Finger auf einen wunden Punkt, der bei vielen Autofahrten mit Vierbeiner nach wie vor zu kurz kommt.
Tatsächlich jedoch ist es so, dass sich auch der Gesetzgeber mit dem mitreisenden Hund befasst hat. Jedenfalls indirekt, denn hier wird „Bello“ schlichtweg als (Zu)Ladung angesehen, weshalb, so die Aktion Tier, nach Straßenverkehrsordnung §23 Abs.1 auch ein Ordnungsgeld droht, wenn „Bello“ allzu munter im Wagen herum tollt: „Passiert ein Unfall, der nachweislich durch einen Hund verursacht wurde, besteht für den Halter des Fahrzeugs zudem kein Versicherungsschutz in der Kaskoversicherung!“ Auch drohen ein Bußgeld samt Punkte in Flensburg.
Wie ein Vierbeiner sicher transportiert wird, bleibt dann dem Halter überlassen, wobei der Kofferraum (ja, die Unsitte sieht man in der Tat noch) – natürlich (!) -, tabu ist. Ganz anders sieht das natürlich in einem Kombi aus, wo der Vierbeiner, zumal dann, wenn die Koffer an anderer Stelle untergebracht sind, jede Menge Platz hat. Allerdings weist die „Aktion Tier“ darauf hin, dass viele der Netze, die zwischen Ladefläche und Fahrgastraum gespannt werden, so gut wie keinen Schutz bieten: „Schon bei einer geringen Geschwindigkeit wird bei einer Vollbremsung der Hund zum Geschoss mit einer unglaublichen Durchschlagskraft. Hier hilf nur ein massives Trenngitter“. An dem wiederum würde sich dann aber der Vierbeiner, wenngleich seine Menschen geschützt sind, sicherlich übel wehtun. Viele tendieren daher zu Transportboxen, die sicher auf der Ladefläche verschraubt sind.
Als weitere Variante bringen die Experten der „Aktion Tier“ die heute in allen möglichen Ausführungen erhältlichen Sicherheitsgurte für Hunde ins Gespräch. Hier sei dann, so Judith Brettmeister, darauf zu achten, dass der Gurt passgenau ist, will meinen, dem Vierbeiner (noch) ausreichend Bewegungsfreiheit zugesteht und dennoch, im Fall der Fälle, sicher schützt.
Freilich lässt die „Aktion Tier“ kaum Zweifel daran, dass sie in entsprechend gesicherten Transportboxen die optimal Wahl sieht. „Kleine Hundeboxen stehen am besten auf dem Fahrzeugboden hinter den Vordersitzen“, sieht man hier eine Alternative zu der Sicherung der Box via Gurtsystem.
Doch wie auch immer Bello reist … natürlich muss auch an ein Gefäß mit Wasser gedacht werden und darf der Trinknapf nicht unerreichbar in den Tiefen der Koffer verpackt sein. Ein wenig Fasten vor Antritt der Fahrt könnte dagegen eine gute Idee sein. Denn manchen Hunden kann beim Autofahren, gerade mit vollem Magen, schnell schlecht werden – zumal nach den Aufregungen der Reisevorbereitung und wenn sie lange Fahrten nicht gewöhnt sind!
Wichtig ist auch, dass das Futter, das „Bello“ von zu Hause gewöhnt ist, mit an Bord ist. Dazu Bürste, Zeckenzange und Spielzeug. Natürlich dürfen wir auch den Impfpass, quasi den Personalausweis unseres Vierbeiners, nicht vergessen und sollten ggf. auch einen Maulkorb dabei haben. Den mitzuführen (oder gar anzulegen) ist nämlich, natürlich auch in Abhängigkeit von Größe und Rasse des Hundes, mancherorts Pflicht. Der Grund, weswegen wir uns schon im Vorfeld der Reise über Polizeiverordnungen und Vorschriften, die unseren Vierbeiner betreffen, informieren.
Zecken sind nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere Hunde eine Gefahr. Informieren Sie sich also rechtzeitig vor Reiseantritt bei Ihrem Tierarzt, welche gesundheitlichen Gefahren genau an ihrem Traumziel drohen und welche Prophylaxe und Impfungen in Betracht kommen!
Natürlich lieben es unsere Hunde, uns auf langen Spaziergängen zu begleiten. Neben der obligatorischen Leine, sollten wir auch unseren Impfpass (und dort, wo es Pflicht ist ggf. auch einen Maulkorb) griffbereit und zum Vorzeigen parat haben!
Copyright by Peter Hoffmann
Foto: Peter Hoffmann
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