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Jan. 24, 2016 Manuela Vogt Exoten, Terraristik 1
Kaum ein Liebhaber von Schauinsekten kommt an ihnen vorbei – Wandelnde Blätter. Diese halten und züchten zu können, erfordert keinen großen Aufwand.
Es gibt mehrere Unterarten der Wandelnden Blätter. Auch wenn sie sich in ihrer Haltung ähneln, geht es hier um Phyllium Philippinicum. Diese Unterart eignet sich auch für Anfänger in der Haltung von Schauinsekten und wird häufig angeboten.
Die Wandelnden Blättern stammen aus tropischen und subtropischen Gebieten und leben überwiegend in den Wäldern der Philippinen. Dort ernähren sie sich von Blättern der Mango-, Guaven- und Rhambutanpflanzen.
In der Heimtierhaltung haben sich senkrechte Terrarien bewährt, deren Boden mit Substrat bedeckt ist. Das Futter der Wandelnden Blätter besteht aus Brombeer- und Himbeerzweigen, die zum Klettern genutzt werden und deren Blätter gefressen werden. Beides ist winterhart, sodass auch im Winter Nahrung für die Insekten in der Natur zur Verfügung steht. Auch Rosenblätter, Eichenblätter, Erdbeer- und Johannisberrblätter können versuchsweise angeboten werden.
Wandelnde Blätter können bei Zimmertemperatur gehalten werden. Wohler fühlen sie sich aber bei Temperaturen von deutlich über 20°C. Optimal sind 22-27°C. Temperaturen unter 20°C sollten vermieden werden.
Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Für die Tropenbewohner sind 60-80% ideal. Hierfür werden täglich die Ranken und der Boden mit lauwarmen Wasser eingesprüht. Eine Sprühflashe für Blumen eignet sich dazu besonders gut. Die Tiere selbst dürfen nicht angesprüht werden.
Der beste Zeitpunkt zum Sprühen liegt in den Abendstunden. Nachts und morgens findet meist die Häutung statt, wobei die Wandelnden Blätter nicht gestört werden sollten.
Wandelnde Blätter leben etwa 6 Monate, die Weibchen etwas länger als die Männchen.
Wandelnde Blätter vermehren sich von ganz allein. Die Weibchen legen bis zu 10 Eier am Tag und lassen diese einfach auf den Boden fallen.
Bis daraus Insekten schlüpfen, dauert es bis zu 5 Monate. Bis dahin müssen sie warm gehalten werden, optimal bei 25°. Die Zucht gelingt aber auch bei hoher Zimmertemperatur. Auch die Umgebung der Eier muss leicht feucht gehalten werden. Ein Zuviel kann aber zum Schimmeln der Eier führen, was unbedingt zu vermeiden ist.
Die kleinen Wandelnden Blätter ernähren sich ebenfalls von Blättern. Um ihnen die Nahrungsaufnahme zu erleichtern, sollten einige Blätter eingerissen werden, denn der natürliche Blattrand kann anfangs noch zu hart sein.
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