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Dez. 24, 2014 Manuela Vogt Katzen 2
Eine Katzenallergie ist der Alptraum jedes Katzenhalters, denn kaum eine Angst ist größer als die, sich vom geliebten Stubentiger trennen zu müssen. Doch auch viele tierliebe, aber noch tierlose Menschen leiden an einer Katzenhaarallergie und denken, ihr Traum von einer eigenen Katze wird für immer unerfüllt bleiben. Doch das muss gar nicht zwingend sein, denn Allergien sind behandelbar.
Häufig wird die Katzenallergie als Katzenhaarallergie bezeichnet, was nicht ganz richtig ist. Allergieauslösend sind bestimmte Eiweiße, die sich in Schweiß, Hautschuppen und Speichel befinden. Über die Katzenhaare werden diese überall verteilt.
Nicht selten ist ein Allergiker nicht nur gegen Katzen, sondern auch gegen Hausstaub allergisch. Ein Allergietest schafft Klarheit, ist aber dennoch nicht zu 100% aussagekräftig.
Für Allergietests wird eine Katzenhaarmischung verwendet, die Allergene der bekanntesten Katzenrassen enthält. Zeigt ein Katzenhalter Symptome einer Allergie und wird positiv auf eine Katzenallergie getestet, kann es dennoch sein, dass er nicht gegen die eigene Katze allergisch ist, sondern auf eine andere Rasse, z.B. Siam reagiert. Deshalb ist es wichtig, dass auf die eigene Katze hin getestet wird. Die Möglichkeit wird von vielen guten HNO-Ärzten angeboten.
Die Katze sollte nicht mehr mit im Bett schlafen, bestenfalls sogar ganz aus dem Schlafzimmer verbannt werden.
Wohnaccessoires sollten auf tierische Bestandteile überprüft werden. Viele Allergiker reagieren auch auf Rosshaarmatratzen oder Kleidungsstücke mit Fell und Futter tierischen Ursprungs.
Tägliches Saugen ist besonders wichtig. Es gibt bereits Filtersysteme für Staubsauger, die vom TÜV als „für Allergiker geeignet“ ausgezeichnet wurden, z.B. EPA- und HEPA-Filter. Diese binden die Allergene und pusten sie nicht über die Abluft wieder hinaus. Glatte Böden müssen täglich gewischt werden.
Teppiche helfen, Allergene zu binden. Wer einen hochleistungsfähigen Staubsauger hat, sollte auf Parkett und Fliesen verzichten und seinen Boden mit Teppich auslegen, denn auf glatten Böden werden Katzenallergene bei jedem Lufthauch hochgewirbelt. Wer die Kosten eines guten Staubsaugers scheut, bleibt besser bei glatten Böden und wischt diese ein- bis zweimal täglich.
Die Katze sollte jeden Tag mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. So werden schon einige Allergene gebunden. Zusätzlich hilft das Mittel Allerpet/C.
Auch Luftreinigungsgeräte verringern die Allergenmenge in der Luft und somit die Symptome der Katzenallergie. Wichtig ist, hier die etwas teureren Geräte, die speziell für Allergiker angeboten werden, anzuwenden.
Bei der Hyposensibilisierung bekommt der Allergiker bis zu drei Jahre lang alle paar Tage eine Spritze mit steigender Allergenmenge. Die Behandlung ist in den meisten Fällen eine Kassenleistung.
Bei der EPD wird ein Gemisch aus dem Allergen in höchster Verdünnung und einem körpereigenen Enzym gespritzt. In England und in den USA wird diese Behandlung bereits seit einigen Jahren durchgeführt. In Deutschland gibt es noch recht wenige Ärzte, die diese anbieten. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen.
Vor allem die Eigenblutbehandlung sowie die Akupunktur werden erfolgreich bei Allergien angewandt. Viele Krankenkassen wollen diese Behandlung noch nicht übernehmen oder zahlen erst dann, wenn die Hyposensibilisierung erfolglos blieb.
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