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Okt. 08, 2014 Manuela Vogt Exoten, Terraristik 0
Wer Bartagamen kaufen möchte, holt sich ein Stück Wüste ins Wohnzimmer. Bartagamen sind beliebte Einsteigertiere in der Terraristik, weil sie relativ einfach zu halten sind. Dennoch haben sie ihre Ansprüche. Sie brauchen viel Platz, besonderes Futter und eine spezielle Beleuchtung.
Hat sich jemand im Vorfeld nicht über die artgerechte Bartagamenhaltung informiert, wird ihm diese schnell zu teuer oder er verliert die Lust.
Bartagamen sind eigentlich Einzelgänger, die sich nur zur Paarungszeit zusammen finden.
Am einfachsten ist deshalb die Einzelhaltung. Ob eine Pärchenhaltung gelingt, hängt von den Männchen ab, denn diese bedrängen die Weibchen teilweise massiv und können diese auch verletzen. Deshalb praktizieren viele reine Weibchenhaltung oder Gruppen mit einem Männchen und mehreren Weibchen.
Wichtig ist auch, auf die Größe der Tiere bei der Vergesellschaftung zu achten. Sie sollten möglichst gleich groß sein, denn kleinere Bartagamen werden von den Großen oft als Beute angesehen.
Ein artgerechtes Bartagamenterrarium hat eine Mindestgrundfläche von 150 x 50 cm und ist 80 bis 100 cm hoch. Wer mehr als eine Bartagame hält, benötigt noch mehr Platz. Um ein Terrarium in dieser Größe zu bekommen, muss man schon etwas tiefer ins Portemonnaie greifen oder es selber bauen.
Bartagamen kaufen ist das Eine, die Unterhaltskosten das Andere. Als wechselwarme Tiere benötigen sie Wärme, Licht und UV. Hierfür wird spezielle Beleuchtung benötigt und diese verbraucht eine Menge Strom. Im Vergleich zu den Stromkosten, sind die weiteren Unterhaltskosten eher gering. Sie benötigen passendes Bodensubstrat (Sand-Lehm-Gemisch), Klettermöglichkeiten, eine täglich gesäuberte Bademöglichkeit und natürlich Futter – täglich frisches Gemüse und Grünfutter sowie ein- bis zweimal wöchentlich lebende Insekten.
Nicht nur im Zoofachhandel oder beim Züchter kann man Bartagamen kaufen. Auch in Tierheimen und Reptilienstationen warten einige Tiere auf ein neues Zuhause. Meistens sind es Männchen, die schlecht vergesellschaftet werden können und deshalb einen Einzelplatz benötigen. Sie sind schwer zu vermitteln und man tut Gutes, sich für einen von ihnen zu entscheiden.
Auch auf Kleinanzeigenmärkten im Internet sind viele Bartagamen zu finden. Hier ist es wichtig zwischen Privathaltung und Vermehrern zu unterscheiden. Kleine Bartagamen sind zwar süß, aber mit dem Kauf unterstützt man die Falschen, denn es gibt schon viel zu viele heimatlose Bartagamen. Besser ist es, sich für ein Reptil zu entscheiden, das aufgrund von Zeit-, Platz- oder Geldmangel ein neues Zuhause sucht.
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